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So entfernen Sie Ihren Google-Account in Android und nutzen das Handy trotzdem

In diesem Blogbeitrag geht es darum, wie Sie Ihr Android-Handy möglichst ohne das Übermitteln persönlicher Daten an Google nutzen. Zunächst muss man sich einfach ausloggen, doch zuvor Alternativen installieren. Welche dies sind und wie ein Smartphone bei mir ohne Google funktioniert, veranschauliche ich in diesem Artikel.

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*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
Osmand Anleitung: Kostenlose Karten- und Navigations App
Synchronisierung von Diensten
Was soll denn hier alles synchronisiert werden? Benötige ich dies eigentlich oder kann das weg? Zumindest in puncto Akku-Entladung sind weniger (permanent) synchronisierte Dienste ein Mehrwert.

Google ist schon lange kein reiner Anbieter einer bloßen Suchmaschine mehr. Der Konzern bietet heute sehr viele Produkte an: Digitale Dienste, Software wie auch technische Geräte. Ich habe viele Jahre lang und sehr zufrieden solche Produkte wie G-Mail, die Adressbuch- und Kalenderfunktion und natürlich Maps und den Playstore auf meinem Handy genutzt. Dies sind nun wahrlich sehr ausgereifte und wunderbar funktionierende, verzahnte Angebote und dazu auch noch kostenlos!

Kostenlos? Natürlich nicht: Der Kunde – also Sie und ich – sind hier die eigentliche Ware. Im Detail sind es unsere persönlich Daten als Bezahlung, welche täglich an fremde Server gesendet werden, wenn man sein Android-Handy mit einem aktivierten Google-Account betreibt. Ich habe Google von meinem Handy gelöscht und komme (fast) ohne einen dieser Dienste aus. Ich muss allerdings zugeben, dass die Strategie von Google mit den Handys durchaus raffiniert ist. Die meisten Menschen sind sich wahrscheinlich gar nicht genügend dessen bewusst, was sie hier alles von sich preisgeben.

In diesem Artikel möchte ich zunächst noch einmal detaillierter darauf eingehen, was für Daten dies unter anderem sind und dann stelle ich meine Strategien vor, wie ich ein Android-Handy ganz ohne Google-Konto betreibe und dieses dennoch mittels Alternativen als glücklicher Smartphone-Besitzer nutzen kann.

ein Handy ohne Google

Und: Der vormals bloße Suchmaschinenanbieter ist freilich nicht der einzige Anbieter toller Software, welche sich später als durchaus interessiert an den Nutzern erweist. Man sollte wirklich etwas nachdenken, bevor man derlei Programme nutzt. Jüngst las ich eine Meldung, die mich zunächst an eine Komödie erinnerte. Doch solch ein sorgloser Umgang mit Daten ist wahrlich naiv.

Welche Daten werden im normalen Betrieb übertragen?

Ich denke einmal einige Jahre zurück: Noch im Jahr 2009 hatten die meisten Mitmenschen noch „normale“ Handys. Erst ab hier tauchten mit dem I-phone die ersten Smartphones in meinem Bewusstsein auf. Mit jenen „normalen“ Handys aber konnte man primär nur eines anstellen: Telefonate führen.

Das Adressbuch

Sehr praktisch damals war es jedoch schon, dass man sein gesamtes Adressbuch bzw. die Telefonnummern direkt auf dem Handy speichern konnte. Aufschreiben musste man sich die Nummern der Bekannten und Freunde gar nicht mehr (über so etwas hatte man zuvor tatsächlich Buch geführt). Die technisch mehr versierten Nutzer wussten: Diese Nummern und Namen konnte man auch direkt auf der Sim-Karte speichern: Wechselte man das Handy bzw. schob die Sim-Karte ins neue Gerät, hatte man damit alle Kontakte sofort wieder parat. Verlor man damals jedoch sein Handy (bzw. die Sim-Karte), war damit auch das persönliche Adressbuch verschollen. Ganz anders heute:

Sofern nicht anders konfiguriert werden sämtliche Adressbucheinträge auf dem Google-Server gespeichert. Dies ist ungemein praktisch, denn so kann ich diese Einträge auch auf anderen Android-Smartphones nutzen bzw. synchronisieren, auf denen ich mit dem selben Account angemeldet bin. Oder aber ich kann mein Adressbuch am PC bzw. mit dem Browser editieren, wenn ich bei Google eingeloggt bin oder wenn ich eine entsprechende Erweiterung für mein E-Mail- bzw. Adressbuchprogramm installiert habe.

Über diese Funktionalität hatte ich mich jahrelang gefreut, bis ich eines Tages etwas nachdachte: Die Gedanken darüber gefallen mir nicht (ich möchte diese Daten nicht weiter geben) und sie waren der Hauptgrund, warum ich mich näher damit beschäftigte, wie ich meinen Account vom Handy entfernen kann.

Der Kalender

Neben dem Adressbuch nutzte ich auch über viele Jahre den Kalender von Google: Die Kalender-App auf meinem Handy synchronisierte alle Einträge mit dem Server. Auf meinem Laptop habe ich ebenfalls ein Kalenderprogramm und auf meinem zweiten Smartphone natürlich auch. Alle drei sind durch die „Cloud“ stets mit den selben Daten versorgt. Das ist fantastisch, denn so habe ich meine Termine immer auf allen Geräten gleichzeitig parat. Editieren tue ich sie meist auf dem PC, da dies – dank der Tastatur – am einfachsten geht.

mein Desktop-Kalender

Meinen Desktop-Kalender am PC kann ich freilich auch mittels Google synchronisieren. Er kann die selben Daten nutzen wie meine Handys.

Dass ich nun nächste Woche Montag einen Zahnarzttermin habe, verrate ich jetzt nur Ihnen. Google kann, soll dies aber nicht unbedingt wissen. Obgleich: Vielleicht bekomme ich dann demnächst über die Website-Werbung (die ich ja auf dieser Internetseite ebenfalls nutze, jedoch nicht personalisiert) einige Tipps für günstigen Zahnersatz? Sie verstehen das Prinzip. Dass hier tatsächlich derlei private Informationen ausgelesen werden, möchte ich an dieser Stelle gar nicht behaupten. Ich traue dem aber einfach nicht. Daher nutze ich sowohl für meinen Kalender als auch für das Adressbuch als Alternative einen anderen Dienst bzw. eine Alternative zur anbieterbasierten Cloud.

Google Maps

Standardmäßig wird die Ortungsfunktion eines Android-Handys aktiviert sein, sofern Sie dem beim Einrichten (erster Gebrauch) widersprochen haben oder dies in den Einstellungen (zum Beispiel um die Akkuladung länger zu nutzen) deaktiviert haben.
Wenn Sie Google Maps nutzen, weiß der Konzern, wo Sie sich befinden. Suchen Sie in dieser App nach bestimmten Begriffen, werden diese freilich ebenfalls übertragen. Nutzen Sie Maps zur Navigation, ist dem großen Computer über Sie (bzw. über Ihre feste ID) bekannt, wohin Sie sich gerade begeben – Vielleicht zu jemanden in Ihrem Adressbuch?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Google-Maps wissen kann, welche Öffnungszeiten ein Wirtshaus hat und zu welchen Stoßzeiten die meisten Menschen dort zugegen sind? Ja, weil genau diese ihre Positionsdaten ständig an den Server funken!
Tipp: Deaktivieren Sie den Standortdienst, wenn Sie ihn nicht benötigen. Das spart auch Akkustrom.

Gmail: Der E-Maildienst

Ich verzichte nun auch auf G-Mail. Dies ist ein weiterer, an sich klasse Service von Google. Man hat äußerst viel Speicherplatz zur Verfügung, die Website ist sehr übersichtlich und kommt ohne aufdringliche Werbung daher (im Gegensatz zu der Konkurrenz). Dass einige der versendeten E-Mails jedoch ausgelesen werden, ist kein Geheimnis. Allerdings glaube ich auch nicht, dass man diesbezüglich sicher bei anderen Anbietern ist. Hier hilft zunächst nur eine Verschlüsselung der E-Mails (für die jedoch beide Seiten – Sender und Empfänger – mittels Software entsprechend ausgerüstet- bzw. konfiguriert sein müssen).

Andere Dienste und vorläufiges Fazit

Es gibt heute viele Apps, die alle unter Google laufen bzw. direkt mit Ihrer persönliche ID verknüpft sind, sofern Sie Ihre Google-Konto auf dem Android-Handy nicht gelöscht- bzw. deaktiviert haben. Es sind dies zum Beispiel „Notizen“, „Drive“, „Docs“, „News“, „Fitness“, „Fotoscanner“ und natürlich „YouTube“. Darüber hinaus gibt es noch viele mehr. Wie kann es sein, dass einem derlei teils brillante Funktionen kostenlos kredenzt werden? Sie wissen es schon: Man bezahlt mit seinen persönlichen Daten, welche später für möglichst personalisierte Werbung verarbeitet werden.

Ich habe nichts gegen personalisierte Werbung. Mein Blog würde ohne Werbung nicht existieren, denn diese redaktionelle Arbeit würde ich auch nicht umsonst machen. Die Krux daran ist nur, dass ich nicht weiß, was mit eben diesen persönlichen Daten später einmal passieren wird. Nennen Sie mich einen Neurotiker, einen Verschwörungstheoretiker gar, ganz harmlos einen Skeptiker oder Miesepeter, vielleicht nur einfach einen Zeitgenossen, welcher gerne übertreibt. Aber mir ist diese Geschichte nicht so ganz geheuer.

Andere große Internetfirmen arbeiten natürlich nach dem selben Prinzip (Daten sammeln und personalisierte Werbung generieren). Ich habe eine solche lieber als Werbung, die mich nicht angeht. Ich möchte gewisse kostenlose Dienste auch weiterhin beanspruchen und akzeptiere Werbung. Mich grämt nur, dass ich nicht weiß, was mit meinen Daten einmal angestellt werden kann. Facebook benutze ich ohnehin nicht, Amazon nur zum einkaufen. Google habe ich von meinem Handy gelöscht:

Das Google-Konto vom Handy löschen

Sicherlich nutzen Sie auf Ihrem Android-Smartphone diverse Google-Dienste. Hierzu hatten Sie sich bei der Einrichtung registriert oder Sie haben einfach die Daten Ihres bereits bestehenden Accounts eingegeben. Der einfachste Weg ist nun, dass Sie sich einfach wieder ausloggen:

Ausloggen: Die persönliche Google-ID vom Handy trennen

Wenn Sie nicht mehr wollen, dass Ihre Eingaben auf dem Handy personalisiert (anhand einer persönlichen ID) übertragen werden, deaktivieren Sie einfach den Google-Zugang:

deaktivieren des Google Kontos

Hierzu gehen Sie bei Ihrem Android-Handy einfach auf → Einstellungen → Konten → Google. Tippen Sie dann auf die drei übereinander stehenden Punkte und danach auf → Konto entfernen bzw. bestätigen Sie diese Eingabe.

Von nun an arbeitet Ihr Smartphone völlig ohne die personalisierte Unterstützung der Google-Server. Einige Google-Apps werden noch funktionieren. So arbeitet Maps bei mir auch ohne aktiven Google-Konto. Gmail zum Beispiel oder ggf. die Sprachsuche werden jedoch monieren, dass ihnen der Zugang fehlt. Ich persönlich verzichte gerne auf derlei Dienste: Mit Maschinen wechsele ich ohnehin kein Wort und für das Empfangen und Senden von E-Mails gibt es Alternativ-Apps. Was viele nicht wissen: Sprachbefehle funktionieren nur, indem Ihre Stimme auf einem Server aufgezeichnet- bzw. ausgelesen wird. Dies gilt natürlich auch für diese seltsamen Maschinen, mit denen manche Leute heute reden.

Dummerweise werden Sie durch das Löschen Ihres Google-Kontos vom Handy keinerlei Unterstützung mehr in puncto App-Downloaden und -Aktualisieren mittels dem Playstore haben! Falls Sie vorher kostenpflichtige Spiele oder Apps gekauft haben, werden diese nun wahrscheinlich ihren Dienst versagen. Dies ist der größte Nachteil beim Entfernen des Google-Accounts vom Androiden. Ich besitze nur sehr wenige Pro-Versionen von Apps, die ich seinerzeit via dem Playstore bzw. über meine Google-ID kaufte. Sofern die sogenannten „Play-Dienste“ weiterhin laufen, funktionieren einige dieser Apps (nicht alle) bei mir immer noch, ohne dass ich eingeloggt bin. Wie es sich bei anderen Programmen verhält, weiß ich jedoch nicht.

Mit dem Entfernen des Google-Accounts vom Handy werden Sie jedoch keinesfalls mehr Ihre bestehenden Kontakte (Adressbuch) bzw. Ihren Kalender online synchronisieren können. Nun sind Sie in dieser Hinsicht wieder auf dem Niveau, wo man seinerzeit Ende der 1990er Jahre war, als man derlei Daten einfach auf dem Handy (oder auf der Sim-Karte) lokal speicherte. Grämen Sie sich nicht: Auch hierfür gibt es eine Alternative (die jedoch zum Einrichten durchaus etwas Computerwissen verlangt).

Die Google-Apps auf dem Handy deaktivieren

Nachdem ich mein Google-Konto von meinem Handy entfernt hatte, dachte ich mir: »Wozu noch diese Programme?« Ich benötige sie wahrlich nicht mehr und wenn ich sie lösche, dann räume ich so richtig auf und erhalte mehr Speicherplatz auf meinem Smartphone.

Dummerweise handelt es sich bei all den Google-Apps um sogenannte System-Apps, die man nicht so einfach löschen kann! Aber man kann sie bei mir wenigstens deaktivieren:

deaktivierte Google-Apps

Hier sehen Sie eine wahrlich lange Liste an Apps, die ich auf meinem Smartphone deaktiviert habe. Gekennzeichnet sind auf diesem Screenshot alle Programme, die aus der Schmiede der Datenkrake stammen – Und dies sind nicht wenige. Mit dem Deaktivieren gebe ich zwar keinen Speicherplatz auf meinem Android frei. Ich sorge aber dafür, dass diese Apps nicht mehr (im Hintergrund) arbeiten können (dies verlängert durchaus auch die Akku-Laufzeit!).

Einige Funktionen sind mir dennoch lieb: Ich nutze Youtube einfach als Website in meinem Browser – ohne angemeldet zu sein. Als Browser nutze ich Firefox. Zum Deaktivieren der Apps gehen Sie einfach auf → Einstellungen → Apps → Alle und tippen Sie dann auf die entsprechenden bzw. dann (falls möglich) auf „deaktivieren“. Bei der Gelegenheit: Tippen Sie bei jeder dieser App auch auf „Daten löschen“.
Mit dem Löschen Ihrer Google-Account-Daten und mit dem nachträglichen Deaktivieren der Google-Apps haben Sie bereits einen großen Schritt in Richtung Anonymität gemeistert.

Bedenken Sie jedoch, dass Sie nun zunächst weder neue Apps downloaden- (da der Playstore ohne Account nicht funktioniert bzw. ganz deaktiviert ist) noch updaten können. Auch bereits gekaufte Apps oder Spiele könnten durch diesen Schritt nicht mehr funktionieren.

Wenn Sie z. B. Chrome deaktivieren- oder gar löschen wollen, achten Sie darauf, dass Sie zunächst einen anderen Browser installiert haben (z. B. Dolphin, Puffin, Brave oder Firefox). Diesen Browser benötigen Sie später, um sich alternative Apps herunter laden zu können.

Speicherplatz freigeben: Welche Google-Apps kann man ganz löschen?

Jetzt wird es interessant! Es ist durchaus möglich, diese ganzen Google-Programme vom Handy zu löschen. Allerdings muss dazu Ihr Android-Smartphone gerootet sein! Wenn Sie nicht wissen, was das ist und wie dies geht, überspringen Sie diesen Abschnitt einfach: Ein einfaches Deaktivieren dieser System-Apps reicht bereits aus, um etwas mehr sicher gehen zu können, dass persönliche Daten nicht übertragen werden können. Wer bei der Gelegenheit noch Speicherplatz auf dem Handy freigeben möchte, kann die zuvor deaktivierten Apps auch ganz löschen (sofern er eben „Root“ ist bzw. Administratorrechte besitzt).

Bei meinem Huawei-Handy war es mir – trotz Root – nicht möglich, die entsprechenden System-Apps mittels einem entsprechenden Dateiexplorer zu löschen. Daher nutzte ich einfach die „Holzhammer-Methode“ bzw. den Dateiexplorer meines „Custom Recovery“, namentlich „TWRP“:

ein gerootetes Handy

Bei einem „gerooteten“ Handy kann man mittels einem vorgeschalteten „Mini-Betriebsystem“ (dem Custom Recovery) jegliche Dateien auf dem internen Speicher frei bearbeiten bzw. u. a. auch löschen.

Ich navigierte also mittels dem Dateimanager des Custom-Recovery in das System-Verzeichnis von Android (→ / → System → App) und löschte folgende APK-Dateien:

Es ist zunächst wichtig, dass die sogenannten „Play-Dienste“ („GmsCore“) nicht gelöscht werden. Das können Sie durchaus versuchen. Jedoch stellen diese Dienste eine Art „Framework“ bereit, auf welches andere Apps angewiesen sind. Ferner beinhaltet dieser Dienst auch die Standort-Ortung via Funkmasten und W-LANS. Nach dem Löschen dieser Android-Play-Dienste funktionierte eine meiner Lieblings-Apps nicht mehr richtig: Die Bahn-App. Ich konnte dann schlicht keine Fahrkarten mehr übers Handy kaufen- bzw. die Mutter nicht mehr besuchen. Keine Gute Idee.

Es gibt auch eine Alternative zu den Google-Play-Diensten. Ich selbst habe „GmsCore“ tatsächlich gelöscht – das Google Herz und „MicroG“ installiert. Das Installieren dieser Alternative „MicroG“ bedarf jedoch technisches Wissen bzw. unbedingt ein Handy, welches „gerootet“ ist. MicroG beinhaltet auch die Möglichkeit zur Standort-Ortung. Doch ich nutze eigentlich nur das Hardware-GPS meines Handys (Ortung via Satelliten).

Alle andern Dateien konnte ich bei mir löschen und hatte hernach einige Megabyte mehr Speicherplatz zur Verfügung. Ich hatte übrigens auch meine Google-Tastatur gelöscht. Sie sollten vorher sicher gehen, dass Sie eine alternative Tastatur-App installiert haben. Ansonsten können Sie keine Eingaben mehr machen. Das selbe gilt für den Browser, wenn Sie Chrome löschen. Weiterhin hatte ich mich vor dem Löschen dieser Systemdateien ordentlich auf dem Handy vom Google-Konto getrennt. Letztendlich weiß jedoch leider fast niemand, was alles übertragen wird (egal, was der Bildschirm anzeigt).
Nebenbei: Insbesondere eine Tastatur-App sollte niemals eine Verbindung zum Internet herstellen können! Jegliche Eingaben könnten theoretisch an ein Ziel übermittelt werden, welches Sie nicht genau kennen. Bei manchen neueren Android-Versionen können Sie hierfür einfach (keine) Rechte vergeben. Bei meinem alten Handy / bei meinem älteren Android muss ich noch mit einer Firewall arbeiten (geht nur mit root). Letztendlich weiß aber leider kein Anwender, wie schon gesagt, was unter der graphischen Oberfläche eigentlich tatsächlich statt findet.

Alternativen zu den Google-Apps

Wenn man sein Google-Konto vom Handy entfernt hat, ist das eigene Smartphone ein ganzes Stück dümmer geworden. Viele der zuvor als selbstverständlich betrachteten Funktionen sind nun nicht mehr aktiv. Da ich solche bisher nur im geringen Umfang nutzte, werde ich nun nur auf diejenigen eingehen, die mir persönlich wichtig sind. Zum Beispiel habe ich noch nie mit meinem Handy geredet (OK Google) und werde dies ganz gewiss auch in Zukunft nicht tun.

Wie man Apps ohne Playstore installiert

Mit dem Abmelden aus dem Playstore hat man die wunderbare Möglichkeit verloren, sich ganz einfach mit neuen Apps und Spielen zu versorgen. Jetzt hat man zwei Möglichkeiten:

Alternative App-Stores

Die bekannteste Alternative zum Play-Store lautete F-Droid. Auf F-Droid gibt es jedoch nur „Open-Source-Software“. Doch dank des „Store-Prinzips“ lässt sich diese immerhin genau so wie beim Playstore aus der App heraus herunterladen bzw. auf dem Handy installieren.

Jedoch müssen Sie zumindest die F-Droid-App (FDroid.apk) einmalig manuell auf dem Android-Smartphone installieren! Hierzu gehen Sie in die Einstellungen des Handys und wechseln dann auf „Sicherheit“. Etwas weiter unten aktivieren Sie das Häkchen bei dem Punkt „Unbekannte Herkunft“. Nun können Sie Apps als APK-Dateien direkt mittels einem Dateimanager installieren (So wie man unter Windows oder auf dem Mac herunter geladene Programme installiert).

Als nächstes laden Sie sich die FDroid.apk vom Hersteller herunter und installieren diese (entweder direkt über den Browser öffnen oder mittels Dateimanager zum Download-Ordner navigieren.

der FDroid-App-Store

So schaut der F-Droid-App-Store aus. Er bietet freilich nicht die Masse an Anwendungen wie der Playstore. Für Menschen wie mich, die kein Interesse an Spielereien haben, reicht das Angebot jedoch durchaus aus.

Eine kommerzielle Alternative dazu wäre der Amazon Appstore. Nachdem man mittels Handy-Browser auf einen Eintrag geklickt hat, wird einem die zuvor nötige Amazon-Appstore-App als Download angeboten. Hier enthalten gibt es dann auch wieder alte Bekannte wie z. B. die Bahn-App (die Sie unter F-Droid nicht finden werden).

Apps manuell installieren

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, sich mit Apps zu versorgen: Man gibt im Browser bzw. in der Suchmaschine seiner Wahl (ich nutze DuckDuckGo) einfach z. B. „Whattsapp APK“ ein. Die dann herunter geladene APK-Datei installiert man dann einfach so, wie Sie zuvor F-Droid installiert haben.
Whattsapp kann man tatsächlich direkt vom Hersteller als APK downloaden. Bei vielen anderen Programmen ist dies jedoch nicht der Fall! Doch werden Sie entsprechende Download-Portale finden, wo Sie sich diese Daten dennoch herunter laden können. Es ist hier jedoch nicht sicher gestellt, dass derlei Programme auch frei von Manipulierungen sind! Hier gilt leider: Benutzen auf eigene Gefahr. Ich nutze tatsächlich viele solcher Apps – jedoch nur diejenigen, die keine Datenverbindung benötigen (Ich habe ihnen die Rechte dazu nicht gegeben).

Tipp 1: Auf der Internetseite von F-Droid können Sie, wenn Sie bei der Übersicht zu einer App etwas nach unten scrollen, ebenfalls die jeweilige APK-Datei herunter laden. Sie müssen nicht zwingend den „Store“ installiert haben. Nachteil: Sie können die Programme dann nicht mehr automatisch aktualisieren.

Tipp 2: Es gibt einen separaten Service, bei dem Sie einfach die URL (Internetadresse) einer App auf play.google.com auf dieser Seite eingeben und dieser Dienst generiert Ihnen dann einen Download-Link. Das funktioniert tatsächlich. Inwiefern es sich bei den dann herunter geladenen APK-Dateien um die Originale handelt, kann ich jedoch nicht sagen.

Alternative zum Adressbuch- und Kalenderserver

Eine mir sehr wichtige Eigenschaft des Smartphones ist es, dass ich meine Adressbucheinträge und meine Kalenderdaten über eine Cloud synchronisiert weiß bzw. auch auf anderen Geräten (z. B. auf dem Laptop) nutzen bzw. editieren kann.

Dieser Dienst fällt mit dem Löschen des Google-Accounts weg. Wenn Sie diese Daten ohnehin nur auf dem Handy nutzen, dann benötigen Sie eine Synchronisierung wahrscheinlich gar nicht! Die installierte Kontakte- und Kalenderapp speichert dann jegliche Einträge lokal auf dem Smartphone. Weiterhin können Sie die Telefonnummern bzw. das Adressbuch (bis zu einer bestimmten Größe) auch auf die Sim-Karte verschieben – Also so, wie man es früher bei den alten Handys handhabte.

Ich selbst besitze jedoch mehrere Geräte, auf denen ich meine Kalendereinträge und mein Adressbuch benötige. Also müssen diese Daten irgendwie synchronisiert werden können. Man kann dies rein manuell (über z. B. ein USB-Kabel) machen mit z. B. dem Programm MyPhoneExplorer. Eleganter jedoch ist ein Sofortabgleich über eine „Cloud“, also über einen Internetserver, welcher genau in der Mitte aller Geräte steht.

die App DavDroid

Auf dieser Übersicht über die verbundenen Konten fehlt bei mir ein Kandidat.

Um auf eine solche Cloud zugreifen zu können, muss auf dem Android-Handy eine App installiert werden: Ich nutze „DAVdroid„. Über den zuvor erwähnten alternativen App-Store „F-Droid“ lässt sich die App kostenlos beziehen. Was macht sie? Sie installiert sich als Synchronisations-Service und man findet sie später daher auch im Feld „Konten“ in den Einstellungen des Handys.

CalDav und CardDav

Mit DavDroid kann man sein Adressbuch sowie seine Kalender synchronisieren. Die Technik hinter der Kalendersynchronisierung nennt man CalDav. Die Technik zum Synchronisieren des Adressbuches nennt man CardDav.

Jetzt benötigen Sie aber noch einen Anbieter, welcher CardDav und CalDav unterstützt!

Und dies ist hier die größte Hürde! Meines Wissens nach unterstützen die kostenpflichtigen Dienste Mailbox.org und Mail.de sowohl CalDav wie auch CardDav. Kostenlose Alternativen? Da bin ich leider überfragt. Wie mache ich es? Ich muss zugeben, dass ich hier technisch etwas versiert bin: Ich weiß, wie man „Homepages“ baut bzw. wie man solche Web-Software auf einen eigenen Server laden-, installieren- und einrichten kann. Also habe ich mir einen eigenen CalDav- und CarDav-Server installiert:

Die Baikal Software

So schaut das „Kontrollzentrum“ meines eigenen Adressbuch- und Kalenderservers aus. Diese Freeware heißt „Baikal“ (Eigenschreibweise „Baïkal“). Es ist keine Software, welche man auf einem Computer installiert. Es ist ein System, welches man auf einem Internetserver installiert und daher leider nur für entsprechend Bewanderte relevant.

ein Raspberry Pi
Mein Raspberry Pi dient mir hauptsächlich als hauseigener Medienserver bzw. zum Video-Streamen vom Handy. Auf ihm kann jedoch genau so gut ein eigener Adressbuch- und Kalenderserver laufen. Weiterhin ist der dort angeschlossene, alte USB-Drucker nun auch von meinem Handy aus ansteuerbar.

Auf diesem, eigens angemieteten Server liegen nun alle meine Adressdaten und meine Kalendereinträge. Mittels der Android-App „DavDroid“ synchronisiere ich sie mit dem Handy. Für Thunderbird gibt es ein entsprechendes Plugin, durch welches ich auch daheim am Laptop bzw. mittels meines E-Mail-Programms auf das Adressbuch zugreifen kann. Weiterhin unterstützt mein Desktop-Kalender („Rainlendar“ in der Pro-Version) das CalDav-Protokoll.

Bei der Wahl des „Hosters“ (Internet-Speicherplatz-Anbieter) sollte man natürlich nachdenken, wie vertrauenswürdig dieser ist. Wer völlig autonom sein möchte, der kann sich daheim einen Mini-Server einrichten, welcher mittels einer permanenten Internetadresse von fast überall aus der Welt erreichbar ist. Hier bietet sich natürlich der äußerst stromsparende „Raspberry Pi“ an. Mir reicht jedoch die Lösung mit dem Fremdserver.

Zugegeben: Das Löschen des Google-Accounts bringt insbesondere für Menschen, die ihre Kalendereinträge und Adressbücher auf mehreren Handys oder PCs gleichzeitig nutzen, Probleme ein – sofern sie nicht etwas technisch versiert sind. Zwei Alternativen zum angesprochenen „Baïkal“ wären „OwnCloud“ bzw. „NextCloud“. Diese Web-Anwendungen muss man ebenfalls auf einem eigenen Server einrichten. Sie bringen noch einige Funktionen mehr mit sich (insbesondere die Möglichkeit, Dateien austauschen zu können als Alternative zu Dropbox oder Google Drive). Ich benötige so etwas jedoch nicht.

Alternative zu Google Maps

Die App „Maps“ wird sich wohl auf jedem neuen Android-Handy befinden. Sie ist fantastisch! Ich weiß durch sie, wo der nächste Friseur ist und wie lange er heute noch offen hat. Außerdem kann ich durch die „User-Rezensionen“ in Erfahrung bringen, wie die Chancen denn so stehen, dass ich auch adrett genug danach aus diesem heraus spazieren kann. Maps zeigt mir weiterhin an, wo die nächste Schenke- und wie weit es noch zum Bahnhof ist. Außerdem sei die tatsächliche gute Auto-Navigation erwähnt. Dass Google damit nun natürlich weiß, dass ich mich für eine neue Frisur interessiere und als Lebemann für ein Bierchen danach und daher für den ÖPNV, muss ich Ihnen ja nicht mehr sagen.

Google Maps Alternative

Ich nutze daher seit vielen Jahren schon eine äußerst „mächtige“ Maps-Alternative: Osmand. Diese App basiert auf die (viel detailliertere) OpenStreetMap und zwar ohne zwingende Internetverbindung. Man lädt sich die gewünschten Karten für den Offline-Betrieb auf das Handy. Außerdem besitzt Osmand ein Navigations-Modul bzw. eine interne (!) Routenberechnung. Der größte Nachteil der App: Da die Suche (und die Routenberechnung) nach bestimmten Orten nun nicht mehr über einen Internetserver (z. B. Google) vollzogen wird (sondern lokal durch den Prozessor des Handys), dauert diese teils recht lang. Auch werden Ihnen hier keine Rezensionen und tagesaktuelle Öffnungszeiten angezeigt werden können. In allen anderen mir wichtigen Funktionen ist diese App (meiner Meinung nach) Google Maps jedoch überlegen. Ich komme nun nicht umhin, mit etwas Stolz behaupten zu dürfen, dass ich die im deutschsprachigen Internet ausführlichste Anleitung zu Osmand geschrieben habe. Auch dieses Programm kann man mittels dem F-Droid „Store“ (sogar legal in der Pro-Version) kostenlos aufs Handy installieren.

E-Mail

Ich hatte jahrelang G-Mail genutzt. Insbesondere der äußerst große Speicherplatz hatte es mir hier angetan und die Möglichkeit, andere E-Mail-Anbieter zu integrieren bzw. Mails intern von diesen abzurufen und im G-Mail-Postfach bereit zu stellen. Dies tue ich nun nicht mehr sondern bin zurück zu einen deutschen Mail-Anbieter gewechselt.

„Gmail“ ist auch der Name einer App, die sich auf vielen Handys befindet: Es ist zunächst ein reines E-Mail-Programm. Durch die Verzahnung mit dem Google-Konto lädt sie jedoch automatisch bereits die Mails mit dem damit verbundenen Konto herunter. Wahrscheinlich befindet sich auf Ihrem Handy auch noch eine andere Mail-App. Bei mir war es jedenfalls so. Hier muss man dann jedoch manuell seine Zugangsdaten eintragen. Wie dies geht, erfahren Sie häufig auf den Hilfeseiten der Mail-Anbieter.

Wer hier gleich Tabula rasa machen möchte, dem sei nach dem Löschen (bzw. Deaktivieren) der vorinstallierten Mail-Apps das Programm „K9 Mail“ empfohlen. Auch hier muss man jedoch manuell seine Zugangsdaten zum E-Mail-Anbieter in den Einstellungen vornehmen. Bereits so etwas stellt für viele Smartphone-Freunde eine Hürde dar und deswegen ist es nur offensichtlich, warum die ganzen automatischen Lösungen von Google so beliebt sind. Das gesamte Google-Software-Paket ist einfach – das kann man gar anders nicht sagen – sehr benutzerfreundlich. Wer sich davon lösen möchte, muss leider ein gewisses technisches „Know-how“ besitzen.

YouTube

Ich schaue mir durchaus sehr häufig Videos über Youtube an! Dieser Videodienst gehört ja seit einigen Jahren zu Google. Ich möchte aber nicht, dass diese Maschine anhand der Art von Videos, die ich ansehe, etwas von meinem Charakter lernt. Daher nutze ich Youtube via Browser nur, wenn ich ausgeloggt bin.

Viel besser kann man sich die Videos jedoch über eine App ansehen. Die originale YouTube-App hatte ich deinstalliert (bzw. deaktiviert). Ich nutze NewPipe. Dies ist eine schlanke Alternative zur Youtube-App und sie lässt sich ebenfalls über F-Droid beziehen.

Scheinbar wird unter NewPipe auch die Werbung unterdrückt. Außerdem kann man den Ton weiterlaufen lassen, wenn man das Display ausschaltet. Dies ist insbesondere für Musik oder Hörspiele ein tolles „Feature“.

Nachrichten lesen

Hier wird es wieder etwas brisanter: Wenn ich im Zug sitze und mir die Titelblätter der dort aufgeschlagenen Zeitungen ansehe, weiß ich anhand derer schon so ungefähr, was für ein Typ Mensch sich dahinter verbirgt. Freilich gibt es von Google auch eine Nachrichten-App: lakonisch „News“ genannt.

Weil die App „dazulernt“, soll die Nachrichtenauswahl nach und nach auf den Nutzer zugeschnitten werden.

Quelle

Ich möchte natürlich nicht, dass ich aufgrund meiner soziokulturellen Interessen in solch einem Raster kategorisiert werde. Und schon gar nicht möchte ich, dass mir dosierte Meldungen dargereicht werden: Ich lese quer – von Links nach Rechts und bilde mir daraus eine eigene Meinung. Daher nutze ich zum Zeitungslesen auf dem Handy eine andere, unabhängige App:

ein RSS-Reader

„Aggregator“ ist ein simpler Feed-Reader. Man muss hier jedoch zunächst die sogenannten RSS-Adressen der gewünschten Seiten wissen. Oftmals reicht es bereits aus, wenn man in den Einstellungen (neuen Feed hinzufügen) einfach die Hauptadresse eingibt (z. B. spiegel.de). Danach werden die damit verbundenen Feeds angezeigt. Ich empfange mit dieser RSS-Feed-App auch Feeds von diversen Blogs. Hauptsächlich habe ich jedoch Nachrichtenseiten aboniert.

Ich hatte sehr lange nach einem solchen schlichten Feedreader gesucht und Aggregator gefiel mir am besten. Dummerweise kann man sich die App zunächst nur über den Playstore herunter laden. Es gibt jedoch auch die Alternative über das Installieren der APK. Der Entwickler hat auch eine Google-Plus-Seite zu dieser App eingerichtet.

Bevor ich solch eine „Standalone-Lösung“ nutze, las ich Zeitung über den hierzulande wohl bekanntesten Anbieter: Feedly

Zeitung lesen mit dem Smartphone

Hierzu hatte ich einmal einen etwas ausführlicheren Artikel geschrieben. Anders als bei der App „Aggregator“ muss man sich für Feedly zunächst registrieren. Man kann dann aber viel einfacher aus einer schieren Masse an Feeds diejenigen auswählen, für die man sich am meisten interessiert. Dummerweise läuft dies wieder über irgendeinen fremden Server im Internet. Ich verzichte nunmehr möglichst auf solche Dienste.

Browser

Chrome ist bereits auf vielen Geräten installiert und tatsächlich (wie viele Google Apps) ein hervorragendes Programm. Nach vielen Wegen über z. B. „Dolphin“, „Opera“ oder „Puffin“ bin ich letztendlich mit Firefox für Android am zufriedensten. Im Gegensatz zu anderen Browsern werden hier offene Tabs auch nicht ständig nachgeladen, wenn das Display längere Zeit aus ist (wichtig für Smartphones mit wenig RAM-Speicher). Der Hauptgrund für die Verwendung von Firefox ist für mich aber, dass hier tatsächlich viele (nicht alle) Addons funktionieren, die eigentlich für die Desktop-Version gedacht sind! Firefox für Android gibt es unter F-Droid (hier unter dem Namen „Fennec“) oder aber als APK-Datei auf diversen Internetseiten.

Edit: Derzeit bin ich mit dem „Foss Browser“sehr glücklich. Diesen Browser gibt es auch bei FDroid. Das Besondere: Man kann für jede Website festlegen, ob Javascript, Cookies oder externe Dienste geladen werden sollen. Auch einen internen Adblocker besitzt die App. Hat man sie einmal fein konfiguriert, laden gewisse Seiten (dank Verzicht auf Scripte) wesentlich schneller. Manche Seiten benötigen jedoch Javascript. Doch dies kann man ja je festlegen.

Zusammenfassung

Ich habe mein Android-Handy seit vielen Monaten schon ohne jegliche persönliche Verknüpfung zu den Google-Servern in Betrieb: Ich bin ausgeloggt. Mein Konto ist auf dem Handy gelöscht. Dank einem „gerooteten“ Handy konnte ich sogar eine Menge Speicherplatz freigeben, indem ich die meisten nun unnötigen System-Apps einfach löschte.
Da nun aber einige Apps nicht mehr auf Updates geprüft werden können (der Playstore ist ja weg), gehe ich das Risiko ein, dass sie irgendwann nicht mehr funktionieren (die Bahn-App beispielsweise) oder dass gar später bekannt gewordene Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden können. Apps kann ich aber auch manuell installieren bzw. mit einer neueren Version überschreiben. Für einige „Open-Source-“ Anwendungen kann ich auch den alternativen Appstore „F-Droid“ nutzen. Hierfür funktioniert die Update-Funktionalität natürlich.

Dadurch, dass die Menge an nun fehlenden Hintergrundprozessen (Synchronisierungen) stark reduziert wurde, meine ich, dass mein Akkuverbrauch im Standby-Betrieb verringert wurde: In ca. 8 Stunden Standby (nachts im Schlafe) nagt das Telefon bei mir lediglich an 1% Akkukapazität. Das ist schon nicht übel.

Einige Dinge (wie das oben vorgestellte CalDav und CardDav) sind jedoch für die meisten Nutzer sicherlich zu viel des Guten, wenn es darum geht, eine alternative Kalendersynchronisation einzurichten. Für viele großartige Funktionen benötigt man dann leider durchaus erweiterte Kenntnisse, wenn man diese nicht automatisch durch Google eingerichtet- bzw. kontrolliert wissen möchte.

Artikeldatum: 8.07.2018 / letzte Änderung: 17. August 2018

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2 Anmerkungen

Hinweis: Auch wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus ein Freund des Dus und freue mich über Kommentare.




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