Rudis Smartphone Tipps

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Warum rooten? Was bringt ein Root bei Android?

Einer der ersten Schritte bei einem neuen Smartphone ist bei mir immer das Informieren darüber, inwiefern bzw. mit welchem Aufwand ich eben jenes „rooten“ kann. Ein sogenannter Root-Zugriff ist mir bei diesen Minicomputern wichtig, denn ich möchte alle Funktionen nutzen können. Welche diese bei mir sind und ob ein „Entsperren“ administrativer Funktionen für Sie Sinn ergibt, lesen Sie hier.

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gerootetes SmartphoneIch muss gestehen, dass ich mit dem Konfigurieren meines Handys äußerst viel Zeit verbringe. Es gibt bei dem Gerät wohl keinen Einstellungsdialog, welcher nicht von mir gesichtet worden ist. Eines der ersten Dinge, die ich vornahm, war das sogenannte Rooten meines Android-Smartphones. Was soll dieses „Root“ sein?

Ein Smartphone ist nichts anderes als ein Mini-Computer, mit welchem man auch noch telefonieren kann. Nun haben viele Betriebssysteme eine Benutzersteuerung: Es können Benutzer angelegt werden, welche absoluten Zugriff auf alle Einstellungen besitzen (Admin bzw. „Root“) und es können Nutzer angelegt werden, welche aus Sicherheitsgründen nur einen eingeschränkten Zugriff auf Systemdaten haben.

Ein Smartphone-Hersteller wäre schön blöd, wenn er jedem Nutzer den uneingeschränkten Zugriff auf das Betriebssystem erlauben würde! Viel zu schnell könnte man dann etwas kaputt machen. Daher besitzen alle Smartphones mit dem Android-Betriebssystem zunächst eine gewisse Sperre.

Den meisten Nutzern des Handys ist dies auch piepegal. Sie benötigen überhaupt kein Root. Ich liste hier einmal die Punkte auf, wozu ich in der Praxis ein gerootetes Handy benötige:

*Der externe Handy-Lautsprecher "VTIN 20" gehört zu den beliebtesten Amazon-Produkten in der Kategorie Technik. Durch ihn lässt sich der mickrige Ton des Smartphones in einen voluminösen und lauten verwandeln - und das einfach kabellos per Bluetooth-Übertragung. Weiterhin ist ein Mikrofon eingebaut, sodass diese Stereolautsprecherbox sogar zum Telefonieren geeignet ist. Auf Amazon gibt es den VTIN zum gewohnt günstigen Preis.

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Adblocker

Ich bevorzuge es, wenn auf meinem Smartphone keine Werbung angezeigt wird. Diese Werbung in Apps oder auf Websites wird stets live eingespielt. Das heißt: Sie werden über das Internet von bestimmten Servern geladen. Es ist nun einfach, genau diese Werbe-Server zu blockieren. Dies geschieht, indem man einfach diese Werbe-Adressen (gibt es im Netz) in eine ganz bestimmte System-Datei einträgt, der sogenannten „hosts Datei“. Es gibt freilich auch Apps, die dies automatisch tun. Durch das (Aus-) Filtern von Werbung (in Apps und auf Websites) spart man übrigens sehr viel „Traffic“, schon also deutlich sein Datenvolumen.

Allein: Genau diese Hosts-Datei ist eine geschützte Systemdatei. Ohne Root gibt es kein Herankommen an diese. Es gibt jedoch auch eine App, die das Editieren dieser Host-Datei übernimmt: Adaway.
Diese App benötigt jedoch Root-Funktionalität, denn sie kann sonst ebenso nicht genügend in das Android-System eingreifen.

Apps greenifyen

Greenify ist eine App, die ich dazu nutze, um alle anderen Apps sozusagen einzufrieren. Hierduch kann man Strom sparen. In meinem Artikel „Stromspartipps, die Sie vielleicht noch nicht kennen“ bin ich konkret auf Greenify eingegangen. Für die gesamte Funktionalität dieser App ist es wichtig, wenn das Handy gerootet ist.

Firewall

Beim Smartphone handhabe ich es genau so wie bei meinem PC: Ich benötige eine sogenannte Firewall. Was tut sie? Sie gibt mir eine Meldung, wenn eine App eine Internetverbindung aufbaut. Wozu zum Teufel sollte meine Taschenlampenapp ins Internet? Welche Daten werden da übertragen?

Dies untersage ich. Auch so kann man bei manchen Programmen übrigens auch die Werbung blockieren. Doch das Verhindern des Aufbaus einer Internetverbindung bestimmter Apps ist ein klarer Systemeingriff, der nur mit Root funktioniert.

Eine neue Android-Version aufspielen

*Ich hätte nicht gedacht, dass die Microsoft-Smartphones so günstig sind. Für alle, die einmal ein Windows auf dem Handy haben wollen, wäre dies der richtige Einstieg. Zudem ist der Akku wechselbar! Auf Amazon gibt es die verschiedenen Modelle.

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Die meisten Hersteller versorgen ihre Geräte noch für einen bestimmten Zeitraum mit offiziellen Updates. Danach ist aber schnell Schluss, denn die Hersteller sind ja daran interessiert, wieder neue Geräte zu verkaufen. Mein Smartphone ist drei Jahre alt und reicht mir von der „Hardware“ völlig!
Ich hätte jedoch gerne ein aktuelles Android, welches es offiziell nicht für mein Handy gibt. Doch es gibt Programmierer, die inoffizielle „Mods“ anbieten. Zum flashen eines solchen neuen Betriebssystems ist jedoch ein Root-Zugriff Voraussetzung. So habe ich mir die zum Zeitpunkt dieses Artikels aktuelle Android-Version „Marshmallow“ mit etwas PC- und Smartphone-Kenntnisen auf meinem alten gerooteten Huawei installieren können, auf dem es eigentlich nur das betagte „Jelly Bean“ gibt.

Xposed Framework: Plugin-Schnittstelle

eine andere Ladeanzeige auf dem Smartphone
Ich habe mir durch ein Xposed Framework einfach ein Modul für eine Empfangs- und Ladeanzeige wie auf dem Iphone installiert.

Eine weitere, sehr interessante App, die nur auf gerooteten Smartphones läuft, ist das sogenannte „Xposed Framework“. Dies ist sozusagen eine Schnittstelle, welche es erlaubt, Plugins zu installieren, die tief in das System des Root-Smartphones eingreifen. Denn das Xposed Framework selbst bringt keine Funktionalität mit. Es stellt eben nur eine gewisse Öffnung des Betriebssystem bereit.

Und genau an diese Schnittstelle können nun eine Vielzahl an Plugins andocken, welche Funktionen bereit stellen, die normale Apps system- und rechtebedingt nie leisten könnten. So lässt sich zum Beispiel das Ausschalt-Menü des Handys mit weiteren Punkten erweitern oder man installiert ein Modul, welches erlaubt, dass zwei Apps nebeneinander auf dem Bildschirm angezeigt werden können. Letzteres ist bei Tablets sehr interessant, wird aber rein offiziell von Android nicht unterstützt (Edit: das Android „Nougat“ bringt diese Funktion der zwei Fenster mit sich). Es gibt hier aber noch viele weitere Module und einige Lösungen, welche selbst eine Vielzahl an Einstellungen besitzen.

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Ich selbst habe nämlich auf meinem aktuellen Smartphone das Problem, dass aktuelle „Custom Roms“ (also inoffizielle Android-Versionen) zwar installierbar sind und gut laufen. Irgend etwas saugt mir aber nachts den Akku massiv leer, so dass ich notgedrungen wieder auf die „Stock Rom“ (Standard-Installation) downgraden musste. Doch kein Problem: Durch das Xposed Framework installiere ich mir einfach die Custom-Rom-Vorzüge mittels den Modulen auf meinem (stabil laufenden) Standard-Android.

Strom sparen mit Xposed

Nun sind es viele kosmetische Hacks, die man mit dem Xposed-Framework bei einem Handy mit „Root“ durchführen kann. Richtig sinnvoll wird es aber, da man hierdurch auch Module installieren kann, die tatsächlich Strom sparen- bzw. sehr den Akku schonen können:

Das war es schon bei mir

Mir fällt an dieser Stelle nichts mehr ein, wozu man Root beim Handy noch benötigt. Ich denke, für die meisten Benutzer ist ein „Root“ beim Android-Smartphone völlig irrelevant. Als Spielkind ist es mir persönlich recht wichtig. Ich könnte zur Not jedoch darauf verzichten. Doch insbesondere die Möglichkeiten, dass man bei so einem  „frei geschaltetem“ Android-Smartphones echte Stromspar-Apps installieren kann, lässt mich zum Entschluss kommen: Root ist zwar nicht nötig, aber durchaus sinnvoll.

Haben Sie weitere Vorschläge, für welche Anwendungen ein gerootetes Smartphone wichtig ist?

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Artikeldatum: 25.05.2016 / letzte Änderung: 13. September 2017

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eine Anmerkung bisher

Hinweis: Auch wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus ein Freund des Dus und freue mich über Kommentare.