Rudis Smartphone Tipps

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Adapter: Das Handy am Fahrrad über den Dynamo laden

Heute möchte ich einen interessanten Adapter vorstellen: Man verbindet diesen mit dem Dynamo des Fahrrades und stöpselt hier zusätzlich das Ladekabel des Handys an. Nun wird der Akku einfach durch die eigene Muskelkraft geladen. Insbesondere auf langen Fahrradtouren ist dies meine bevorzugte Stromquelle für das Smartphone.

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Ich nutze sehr gerne die Karten- und Navigations-App „Osmand“. Ich mache auch lange Fahrradtouren, wo mir diese App äußerst hilfreich in fremden Landschaften ist (sie besitzt Offline-Karten und hier habe ich einen sehr ausführlichen Beitrag über Osmand geschrieben). Wie dem auch sei: Eine Schwachstelle besitzt jedes Handy: Die begrenzte Kapazität des Akkus. Insbesondere wenn das Display ständig an ist, wird viel Strom verbraucht und bei einer Navi-App wird dies ja nun häufig der Fall sein. Bei kürzeren Fahrradtouren habe ich dann immer einen externen Akku dabei, eine sogenannte „Powerbank“. Doch was, wenn es mal über mehrere Tage mit dem Zelt und dem Fahrrad auf Tour gehen soll? Hier muss eine andere Stromversorgung her und ich zapfe hierzu einfach den Dynamo vom Rad an:

*Solarstrom: Je komplexer moderne Smartphones werden, desto mehr muss sich über deren Energieversorgung Gedanken gemacht werden - auch unterwegs. Um z. B. auf langen Wanderungen weiterhin genug Strom für das Handy bereit halten zu können, empfiehlt sich ein solcher Solar-Akku. Er lädt sich selbst! Zum mittlerweile sehr günstigen Preis bei Amazon.

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Handy über Fahrrad Dynamo laden

Auf dem oberen Foto sehen Sie die benötigte Technik: Zunächst ist da mein Smartphone. Dann sehen Sie auch ganz rechts einen Fahrraddynamo. Dieser dreht sich ja ständig mit, wenn gefahren wird und erzeugt so Strom. In der Mitte befindet sich der eigentliche Adapter von ReVolt: Er wird über ein Kabel an den Dynamo angeschlossen. Gleichzeitig schließt man an ihn das Ladekabel des Handys an, als wäre er ein Netzadapter. Ganz einfach. Tritt man nun in die Pedalen, so wird man feststellen, dass das Smartphone geladen wird. Man ist so völlig unabhängig von einer Steckdose, was insbesondere wichtig ist, wenn man für längere Zeit „outdoor“ unterwegs ist.

Befestigung des Lade-Adapters am Fahrrad

Der Ladeadapter für das Fahrrad selbst wird einfach über einen Gummiring am Rahmen oder Lenker des Fahrrades befestigt:

Dynamo zum Batterieladen nutzen

Hier sehen Sie, wie ich es gemacht habe. Die beiden Bowdenzüge lassen sich einfach über die Klemme legen und werden hier nicht beeinträchtigt. Vorne wird das Ladekabel eingesteckt. Hinten wird das Kabel zum Dynamo angeschlossen. An der Seite vom Adapter (Marke „Revolt“) befindet sich noch eine weitere Buchse. Diese dient dazu, den Strom für die Fahrradbeleuchtung „durchzuschleifen“. An ihr darf kein Navi oder Smartphone angebracht werden! Da ich jedoch zur Beleuchtung am Rad auf Akku-Lampen setze, ist dieser Anschluss für mich nicht relevant. Weiterhin muss der Adapter nicht zwingend am Rahmen befestigt werden: Man kann ihn auch einfach z. B. in die Lenkertasche legen und die Kabel nach außen leiten.

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Oben auf dem Stromadapter fürs Fahrrad befindet sich ein Schalter, mittels welchem das Laden auch deaktiviert werden kann (es wird dann die seitliche Buchse zur Beleuchtung freigeschalten). Eine Lampe zeigt an, ob die durch den Dynamo erzeugte Spannung ausreicht (evtl. muss man schneller fahren) und ein anderes Lämpchen signalisiert, ob der Schalter dann auf „an“ oder „aus“ steht bzw. ob geladen wird.

eine Handyhalterung für das Fahrrad
Und wie befestige ich das Smartphone selbst am Fahrrad? Mit dieser wunderbar einfachen Silikonhalterung namens „Finn“.

Idealerweise ein Nabendynamo

Auf dem ersten Bild habe ich noch den klassischen Dynamo abgebildet, welcher am Reifen platziert wird und sich mitdreht. Manche Stromadapter werden mit einem solchen Dynamo ausgeliefert. Effizienter wird die Stromgewinnung jedoch durch einen sogenannten „Nabendynamo“ sein. Wenn Sie ein neueres hochwertiges Fahrrad Ihr Eigen nennen, dann wird ein solcher sicherlich bereits im Vorderrad verbaut sein. Als „Nabe“ wird die Achse des Rades bezeichnet und genau diese ist bei manchen Modellen recht breit bzw. beinhaltet einen versteckten Dynamo, welcher kontinuierlich Strom erzeugt, solange man fährt (ohne eine nennenswerte zusätzliche Kraftaufwendung zu beanspruchen). Und genau hier kann einfach der kleine Handy-Adapter angebracht werden. Meine nächste Anschaffung wird bald so ein Vorderrad mit Nabendynamo sein, denn der zusätzlich anzubringende Manteldynamo gefällt mir rein optisch nicht so recht an meinem Radl. Außerdem macht er Geräusche und bremst freilich das Rad ein wenig.

Was macht der Adapter genau?

Der besagte Fahrraddynamo produziert nun bei Fahrt kontinuierlich Strom, klar. Doch je schneller man fährt, desto höher ist die sogenannte Spannung. Das ist für die Beleuchtung des Drahtesels kein Problem. Für ein technisch komplexes Gerät wie ein Handy sind Stromschwankungen jedoch schädlich! Und genau hier kommt der Revolt-Adapter ins Spiel: Er reduziert ein zu hohe Spannung oder blockiert eine zu geringe. Es wird dann entweder immer die selbe Spannung an das Smartphone abgegeben (ca. 5 Volt) oder eben gar keine und das Laden findet dann eben nicht statt, wenn man zu langsam fährt. Außerdem liefert ein Fahrraddynamo (ob Manteldynamo oder einen in der Radnabe integrierten) sogenannten „Wechselstrom“. Ein Anschlussadapter wie der meinige von Revolt wandelt diesen Wechselstrom in den hierzu benötigten „Gleichstrom“ um. Ohne ein solches Zusatzgerät geht es eben nicht.

eine Powerbank
Ich nehme auf Fahrradtouren eine kleine Powerbank mit und lade diese durch den Dynamo statt das Handy direkt.

Nicht das Smartphone direkt anschließen – einen Puffer benutzen

Vielleicht übertreibe ich. Doch ich bin vorsichtig dabei, mein teures und technisch kompliziertes Smartphone direkt an den Fahrrad-Adapter anzuschließen. Ich habe Bedenken, was die ständig unterbrochene Stromversorgung anbelangt. Dies wäre ja das Gleiche, als würden Sie das Ladekabel immerzu einstecken und wieder heraus ziehen. Daher lade ich am Fahrrad nicht das Handy direkt, sondern über einen Umweg eine simple und günstige „Powerbank“. Dies ist ein kleiner externer Akku. Bei diesem muss ich mir keine Gedanken darüber machen, dass ein allzu sukzessive Laden der Ladeelektronik schaden könnte. So ein externer Akku besitzt sowohl einen Eingang (da kommt der regulierte Strom des Dynamo-Adapters rein) und einen Ausgang (dort wird das Handy-Kabel eingesteckt). Diese Powerbank dient nun sozusagen als Puffer zwischen Stromquelle und Smartphone und bewirkt, dass permanent Strom fließen kann. Ich habe letztendlich sowohl diesen kleinen Zusatzakku und den Adapter in der Satteltasche und verbinde das Telefon über ein recht langes Kabel damit. Man kann diese Elektronik auch in der Lenkertasche verstauen, wenn man eine hat.

*Finn ist eine genial einfache Lösung, das Smartphone dezent am Lenker des Fahrrads zu befestigen. Finn besteht lediglich aus einem günstigen Silikon-Strip und hält jedes Handy sicher und elegant am Fahrrad. Auf Amazon kann man sich hierzu mehr Infos einholen.

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Ist der eingebaute Akku voll, stöpsele ich das Ladekabel einfach ab. In Worten: Ich habe zwei Akkus, von denen einer als Puffer dient. Letzterer wird über den Dynamo mit Strom versorgt. Die sensible Handybatterie wird so kontinuierlich mit gleicher Spannung versorgt und es gibt kein ständiges An / Aus mehr. Auf diese Weise ist mir auf dem Fahrrad der Saft bisher nie ausgegangen. Wenn der integrierte Akku bei ca. 85 % steht, ziehe ich einfach das Kabel aus dem Handy heraus.

Effizienz

Geschätzt findet ein Laden ab ca. 9 km/h statt. Man muss also schon etwas zügiger fahren. Der Vorgang selbst dauert in der Summe meiner Meinung nach jedoch länger als bei einem klassischen Stromadapter über die Steckdose daheim. Ich lasse während der ganzen Fahrt laden. Dies ist insbesondere dann kein Problem, wenn man eh einen Nabendynamo am Fahrrad hat. Hier ist die Effizienz am größten. Mein einfaches (günstiges) Modell von Revolt liefert ungefähr genau soviel Strom, wie mein Smartphone mit Benutzung von Osmand (der Navi App) bei mittlerer Bildschirmhelligkeit verbraucht. Dies ist jedoch ein Schätzwert von mir und kein Messwert. Ferner nutze ich zum Stromsparen die Tipps, die ich in diesem Artikel näher erläutere.
Noch ein Punkt: Beides zusammen geht nicht – Wenn Sie gleichzeitig die Beleuchtung des Rades in Anspruch nehmen müssen (bei Dunkelheit) wird die Leistung des Dynamos nicht mehr ausreichen, um auch noch das Handy zu laden. Ich selbst zähle jedoch zu den Schönwetter-Fahrern und daher ist dieser Punkt für mich nicht relevant, auch der nächste nicht:

Regenschutz

Mein Dynamo-Adapter von Revolt ist nicht regensicher. Dafür hatte er auch nur ca. 30 € gekostet. Er lässt sich jedoch leicht und zügig vom Rad abnehmen und (mit dem Telefon und falls gewünscht einem Puffer-Akku) sicher verstauen. Ich besitze eh keine wassergeschützte Smartphone-Halterung am Fahrrad. Um den Adapter vor Regen zu schützen, kann man diesen jedoch einfach in eine entsprechende Tasche legen. Er muss nicht zwingend am Rahmen befestigt werden.

Anschließen der Kabel

Das Handykabel selbst kann man einfach per USB-Buchse anschließen, als würde man das Telefon an ein Netzladegerät anstöpseln. Die Verbindung zum Dynamo selbst ist für den Laien jedoch komplizierter:

*Diese Handy-Fahrradhalterung zählt zu denen mit den positivsten Kundenbewertungen. Viel Wert wird auf Sicherheit gelegt bei gleichzeitig einfacher Installation. Auf Amazon kann man sich von der lobenden Resonanz zur Smartphone-Fahrradhalterung ein Bild machen.

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Wenn Sie nicht wissen, wie man eine Fahrradbeleuchtung verdrahtet, müssen Sie den Anschluss durch einen Fahrradhändler vor Ort erledigen lassen. Jedoch wird Ihnen hierzu sicher auch jeder in Ihrem Bekanntenkreis behilflich sein können, welcher früher mit z. B. Lego Technik gespielt hatte – Es ist recht einfach, ungefährlich und kaputt machen kann man hierbei eigentlich nichts.

Anschlüsse für Iphone und diverse Geräte

Zumindest meinem Modell von Revolt lag noch ein ganzes Säcklein Kabeladapter bei: Ein aufrollbares USB-Kabel besitzt am anderen Ende einen Universalstecker (am anderen Standard-USB). Auf diesen Stecker lässt sich nun einer der vielen beiligenden Adapter stecken: Es werden diese für das Iphone mitgeliefert, für Android-Telefone und sogar für ältere Tastentelefone und wahrscheinlich auch passend für manche echte Navis. In Worten werden folgende Anschlüsse unterstützt: Nokia, Mini-USB, 2,5 mm Rundstecker, 3,5 mm Rundstecker, Sony Ericsson, Micro-USB,  Samsung, Fast Port, LG.
Ich verzichte auf dieses Universalkabel und nutze einfach mein Standard-Ladekabel, welches ich auch daheim in das „normale“ Ladegerät stöpseln kann. Es ist stabiler als das dünne „Aufrollkabel“.
Hier habe ich noch einen anderen Blogartikel über das Revolt-Ladegerät gefunden. Speziell wird dort das Laden des Iphone am Fahrrad demonstriert.

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Alternative: Solar

Als einzige Alternative zum Laden über den Fahrraddynamo auf entsprechende längere Ausflüge mit dem Drahtesel fällt mir nur eine Stromversorgung über ein kleineres Solarpanel ein. Dieses müsste man dann hinten bei den Fahrradtaschen befestigen oder am Rucksack, wenn man beim Fahren einen tragen sollte.

*Der Revolt Fahrrad-Adapter zum Laden des Smartphones per Muskelkraft erlaubt es, sehr lange Touren zu fahren, ohne sich dabei Gedanken über den Strom des Handys zu machen. Insbesondere, wenn dieses für Navi- bzw. Kartenapps genutzt wird. Auf Amazon kann man eine Übersicht über die verschiedenen Modelle erhalten.

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Der Nachteil hierbei ist klar: Es gibt nur Strom, wenn die Sonne richtig schön scheint bzw. wenn sich keine Wolken vor ihr befinden. Ich hatte bisher die Lösung per Solarzellen am Smartphone noch nicht ausprobiert bzw. habe kein Panel. Ein Versuch wäre es wert (jedoch erst in Zukunft).

Beim Camping: Wasser- oder Windrad

Zum Schluss fällt mir noch etwas ein: Man könnte den externen Dynamo bzw. den dazugehörigen Adapter auch nutzen, um dies als Basis für eine Stromerzeugung beim Zelten an einem Bach zu nutzen, indem man daraus ein einfaches Wasserrad baut. Oder man bastelt sich ein Windrad daraus. Dann könnte man auch so autonom Strom für das Handy erzeugen – beim Camping. Dies aber nur am Rande. Ich habe es noch nicht ausprobiert. Der Gedanke gefällt mir jedoch. Andererseits: Man sollte das Smartphone aber auch mal ausschalten können – insbesondere beim Camping. Das kann ja auch schnell peinlich werden. Eine einfache Landkarte und ein Kompass gehört bei mir – obgleich ich ein großer Freund der neuen Technik bin – immer noch zu meinem Handgepäck beim Zelten.

Wie organisieren Sie die Stromversorgung des Handys, wenn keine Steckdose in der Nähe ist? Wie versorgst Du dein Smartphone bei langen Fahrradtouren mit Strom?

Artikeldatum: 19.04.2016 / letzte Änderung: 1. Juni 2016

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leider noch keine Anmerkungen

Hinweis: Auch wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus ein Freund des Dus und freue mich über Kommentare.





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