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ES Datei Explorer: alte Version downloaden und installieren

Seit Jahren nutze ich den bekannten ES File Explorer / Datei Explorer auf meinem Smartphone. Leider wurde diese App quasi über Nacht mit unnötigen Features bestückt und zudem mit Werbung. Hier finden Sie eine ältere Version, die noch das ist, wofür der ES Explorer bekannt ist: Ein schneller und übersichtlicher Dateimanager mit tatsächlich wichtigen Features!

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*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
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Hinweis: Offenbar gibt es die App nun gar nicht mehr vom Original-Hersteller („Estrongs“). Es existiert im Playstore nun eine (Kopie?) mit fast gleichem Namen und Logo („EX File Explorer“). Hier weiß ich jedoch nicht, inwiefern diese dem Original gleicht (vermutlich ist es etwas ganz anderes). Den Bewertungen nach sollte man davon jedoch besser die Finger lassen. Ein Leser meines Blogs teilte mir zudem mit, dass der originale ES-Explorer mit der Zeit bzw. in neueren Versionen immer mehr Unfug anstellte (Tracking, Werbung) und schließlich aus dem PlayStore „flog“. Ich nutze weiterhin die gute alte Version, die man manuell installieren kann.


alte App Version
Nicht immer ist die neueste App-Version auch die bessere Wahl.

Zunächst ist der ES Explorer ein ganz normaler Dateimanager. Er beinhaltet jedoch zusätzliche Funktionen wie einen einfachen Texteditor, eine Zip-Funktionalität sowie einen schlanken Mediaplayer (dies ersetzt schon mehrere andere Apps). Besonders erfreue ich mich daran, dass ich mit dem ES Explorer auch auf Cloud-Dienste wie Dropbox oder Google Drive zugreifen kann (als wären es einfache Ordner). Weiterhin kann ich damit auf meinen Laptop im heimischen Netzwerk zugreifen! Auch für Geräte, die gerootet sind, hält er einige Funktionen bereit. Denn damit kann man dann auch Systemdateien editieren (z. B. die Tondatei für den Kameraton gegen eine stille austauschen [oder einfach ganz löschen] oder die hosts-Datei mit Werbe-URLs füllen, die dann komplett gesperrt werden [keine Werbung mehr in den Apps] oder die Batterie-Datei editieren und ein Lade-Stopp erzwingen.) Ich erspare mir dadurch das Installieren weiterer Apps. Leider hat der Entwickler beschlossen, das Konzept der App etwas umzugestalten und so durften einige nicht schlecht geguckt haben, dass plötzlich – nach einem Auto-Update – Werbung angezeigt wird und dass plötzlich Dinge implementiert sind, die man nicht benötigt wie z. B. einen „Cleaner“. Plötzlich ist aus der ehemals sehr übersichtlichen und gut zu bedienenden App ein kleiner Plagegeist geworden, der dazu animiert, die Pro-Version zu kaufen. Bis zum Update gab es überhaupt keine Pro-Version: Die kostenlose Version vom ES Explorer war quasi schon eine „Pro“.

Dubiose Entwicklung… …dieser einst so großartigen App. Sehr schade, dass diese App seit einigen Monaten regelrecht zugrunde entwickelt wird 🙁 Über Jahre war das immer meine zuerst installierte App, die ich auch immer wieder im Kundenkreis empfohlen habe. Jetzt ist es leider seit Wochen so, dass zweifelhafte Module ergänzt wurden, die unnütz sind und die Benutzer irritieren.

Quelle: Google Play

Als Reaktion habe ich die App deinstalliert und eine alte Version manuell installiert. Hier finden Sie die gute alte und stabile Version 4.0 ohne Firlefanz, bei der noch alles in Ordnung ist:

Download einer der letzten alten Versionen, bei der das ehemalige Konzept der App noch vorhanden ist: ES-Explorer Version 4.0

Ich nutze diese Version bereits seit vielen Jahren auf meinen Smartphones – Ganz nach dem Motto: Never change a winning horse (Lass den Gaul einfach weiter gewinnen).

Hinweis: Bei mir ging damit aber kein Dropbox-Zugriff mehr, da Dropbox sein „Einwahlverahren“ etwas änderte (dies bei der alten Version vom ES-Explorer aber noch nicht unterstützt ist).

Alternativ können Sie die Version 4.0 des Datei Explorers auch bei Chip downloaden. Derzeit (beim Schreiben dieses Artikels) ist dort die alte Version noch verfügbar. Dies wird sich sicherlich irgendwann ändern, so dass ich mir die „gute alte“ Variante noch gesichert habe. Nachtrag: Die APK-Datei wurde von der Chip-Seite entfernt.

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alte Version des ES-Explorers
Die schöne Oberfläche der alten Version 4 des ES-Explorers. Hier findet man keinen „Cleaner“ oder ähnliches, was man überhaupt nicht benötigt. Da die App gleichzeitig auch einen Audio-Player beinhaltet, der Streams abspielen kann, füge ich einfach die Adressen von Internet-Radiosendern hinzu (einen als Favorit). Bereits dies ersetzt eine „Radio App“. Ein Videoplayer ist ebenso integriert sowie ein Texteditor.

Hinweis: Wie viele Apps „telefoniert“ auch dieses Programm „nach hause“. Wer ein gerootetes Handy hat, kann hierfür einfach
0.0.0.0 www.estrongs.com
0.0.0.0 hmma.baidu.com
in die hosts Datei des Android schreiben. Leider sind derlei Machenschaften keine Seltenheit bei vielen Apps. Solch ein Eintrag blockiert jeden Internetverkehr zu der jeweiligen Domain.

 

*

Eine weitere, mir sehr wichtige Funktion dieses Dateimanagers ist dessen Netzwerk-Kompatibilität: Ich kann nämlich somit von meinem Handy im heimischen W-LAN-Netzwerk auf freigegebene Ordner meines Laptops und PCs zugreifen! Um also Dateien zu verschieben, benötige ich kein USB-Kabel. Der ES-Explorer sieht meine freigegebenen Ordner auf dem Laptop und kann von dort Daten ziehen oder eben auch auf den PC laden. Genial!

Screenshot freigegebener Netzwerkordner
Auf dem obigen Screenshot sehen Sie, was ich meine: Der ES-Explorer findet alle meine anderen Geräte im Heimnetz und listet sie auf. Hat man auf ersteren Freigaben eingerichtet (mit Nutzername / Passwort), kann man nun vom Handy direkt auf diese zugreifen bzw. kabellos und ohne über den Umweg eines Internet-Servers Dateien austauschen. Weiterhin sehen Sie unten sogenannte „FTP-Zugänge“. Hiermit kann ich von außerhalb meines Heimnetzes (unterwegs via mobiles Internet) auf entsprechende FTP-Dienste zugreifen. Insbesondere ist es hier der USB-Stick, welcher an meiner Fritzbox steckt. Fremde Cloud-Dienste? Brauche ich somit nicht (geht aber auch). Diese App ist durch ihre vielen Möglichkeiten wahrlich so eine Art Schweizer Taschenmesser für mein Handy.

Ein weiterer Pluspunkt in diese Richtung: Sie können damit Ihr Handy selbst zu einen Mini-FTP-Server machen. Dies geht einfach, indem Sie sich zu Hause im W-LAN-Netzwerk befinden und dann den Punkt „Remote-Manager“ antippen. Der ES-Explorer zeigt Ihnen nun eine FTP-IP-Adresse, die Sie z. B. im Datei-Manager auf dem Laptop eingeben müssen (der Laptop muss mit dem selben Router verbunden sein). Nun sehen Sie plötzlich den Inhalt Ihres Smartphones im Dateimanager und können drahtlos bequem Daten auf das Telefon laden oder eben auch herunter laden. Ein USB-Kabel ist dazu nicht mehr notwendig.

Android als FTP-Server

Starten Sie den internen FTP-Server vom ES-Explorer („Remote-Manager“) und geben die dann angezeigte Adresse in Ihren z. B. Windows Explorer ein, dann erscheint plötzlich der Inhalt (ein Teil davon / welche lassen sich konfigurieren) Ihres Smartphones auf Ihrem PC oder Laptop. Er kann darüber größtenteils editiert werden. Voraussetzung jedoch: Beide Geräte müssen sich im selben Heimnetz (Ihr hauseigenes W-LAN) befinden und im Router muss aktiviert sein, dass sich alle angeschlossenen Geräte unterhalten dürfen (meist standardmäßig aktiviert). Wegen diesen sinnvollen „Features“ schätze ich die alte Version des ES-Explorers sehr. Schon wieder ersetzt er eine weitere App auf meinem Handy.

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Es muss bei der Installation aber darauf geachtet werden, dass in den Einstellungen des Smartphones unter „Sicherheit“ ein Häkchen gesetzt ist bei „Apps aus unbekannter Herkunft zulassen“. Denn ansonsten wird das Handy nur Apps aus dem Playstore akzeptieren und keine manuell installierten Apps. Den alten ES-Explorer gibt es aber eben nicht mehr im Playstore.

Normalerweise ist es tatsächlich ratsam, immer die neueste Version einer App auf dem Smartphone zu haben. Doch manchmal heißt es auch: Never touch a running system (Finger weg vom laufenden System). In diesem Zusammenhang hatte ich auch in den Einstellungen von Google Play (der App) deaktiviert, dass Updates automatisch durchgeführt werden. Dies sollten Sie ebenfalls tun. Denn ansonsten wird die nun installierte, ältere Version vom ES Datei Explorer wieder automatisch auf die neue upgedated (Edit: Die gibt es offenbar gar nicht mehr im Playstore). Ich führe Aktualisierungen stets manuell durch, indem ich hin und wieder schaue, welche Apps eine Aktualisierung besitzen und informiere mich, was denn überhaupt genau aktualisiert wird. Auf die neuesten Features vom ES Datei Explorer kann ich jedenfalls sehr verzichten. Ich bin jetzt sogar so weit gegangen, dass ich die Google-Dienste komplett vom Handy entfernt habe. Ein Nachteil könnte die alte Version vom ES Datei Explorer allerdings irgendwann haben und dies betrifft die Cloud-Anbindung: Sollten die Cloud-Dienste (z. B. Dropbox) irgendwann die Schnittstelle ändern, wird ein Zugriff via dieser App nicht mehr möglich sein. Hier bedarf es dann tatsächlich einer aktuellen Alternative zum ES-Explorer, wenn man auf den Cloud-Zugriff via Dateiexplorer nicht verzichten möchte.

Artikeldatum: 30.11.2015 / letzte Änderung: 8. September 2019

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5 Anmerkungen

Hinweis: Auch wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus ein Freund des Du und freue mich über Kommentare.

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