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Strom sparen mit Android: Tipps die Sie vielleicht nicht kennen

Am Ende der Power-Anzeige ist noch so viel Tag übrig: Wenn Ihnen der Akku schnell schlappt macht, nutzen Sie wahrscheinlich zu viele der Funktionen des Handys gleichzeitig. Hier gibt es meine Stromspartipps für Android-Smartphones, die noch etwas tiefer gehen als andere Tipps.

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*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
Den Smartphone-Akku kalibrieren für eine längere Laufzeit

Das größte Problem bei der Verwendung eines Smartphones ist dessen doch recht begrenzte Laufzeit. Würde man jenes lediglich zum Telefonieren nutzen, hätte man hierbei überhaupt keine Probleme. Doch das kluge Handy kann ja noch viel mehr. Dies zieht leider aber auch gehörig Strom. Hier kommen einige meiner persönlichen Tipps, was das Reduzieren des Energieverbrauchs des Smartphones anbelangt. Zunächst werde ich einige populäre Hinweise geben, um dann auch auf Dinge eingehen, die ich selbst noch nirgendwo gelesen hatte.

Unterscheiden in passiven und aktiven Verbrauch

Ein Hinweis noch am Anfang: Beim Energiesparen mit dem Smartphone kann man zwischen aktiven Verbrauch (Handy ist in Benutzung) und passiven (das Gerät ruht) unterscheiden. Das Wichtigste ist hier meiner Meinung nach der passive Stromverbrauch: Beobachten Sie einmal, wie viel Akku-Prozentladung über Nacht, während Sie schlafen, verloren geht. Gute Werte bei 8 Stunden Ruhemodus sind hier zwischen 1 bis 3 % Abnahme bei einem mittelgroßen Akku (2300 mAh).
Auf diesen passiven Stromverbrauch hat man Einfluss, wenn man alle Dienste deaktiviert, die unnötigerweise im Hintergrund laufen, obwohl das Telefon gar nicht genutzt wird. Hierzu gibt es einige intelligente Stromspar-Apps, die wiederum für den aktiven Verbrauch (Ihr Smartphone wird bespielt) kaum Wirkung haben.

Das Android-Stromspar-Widget verwenden

Android stellt seit vielen Versionen ein Stromspar-Widget bereit, welches auf dem Home Screen platziert werden kann. Sicher, hübsch ist dieses nicht anzusehen. Doch es lässt die primären Stromfesser je nach Bedarf an- bzw. abschalten. Wie Sie ferner sehen, habe ich derzeit auch keine anstehenden Termine und kann mich also ganz dem Schreiben dieses Artikels widmen:

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Widget zum Strom sparen

Hier sehen Sie das Stromspar-Widget. Ich habe es auf meinem Smartphone direkt auf dem Home Screen platziert. Wie Sie feststellen, habe ich derzeit weder W-LAN, Bluetooth, GPS oder die Auto-Aktualisierung aktiviert. Alles schlummert auf meinem Handy. Den Bildschirm habe ich hier auf Auto-Helligkeit geschaltet (was jedoch weniger zu empfehlen ist), siehe unten. Und dies sind tatsächlich die wichtigsten Komponenten, die es in puncto Strom sparen zu beachten gilt:

WiFi deaktivieren

WiFi hat Biss, könnte man hier vielleicht ableiten (wenn man in den 1990er Jahren TV [Werbung] geschaut hat). Tatsächlich war WiFi (bzw. W-LAN) der intensivste Stromverbraucher, den ich bei meinen älteren Smartphones kannte! Nichts fraß mehr Strom als WLAN. Bei neueren Geräten konnte ich hier jedoch eine klare Verbesserung feststellen. Grundsätzlich ist es so: Je besser der Wlan-Empfang ist, desto weniger Energie verbraucht das Modul.

Wenn Sie genügend Volumen auf Ihrer Sim-Karte haben, bzw. wenn Sie ausreichend „Traffic“ zum Internet-Transfer über den Mobilfunkvertrag besitzen: Surfen Sie per SIM-Karte. Dies verbraucht wesentlich weniger Energie als der Datenstrom via WiFi, dieser Tipp gilt aber nur, wenn das mobile Signal ausreichend stark ist. Ist es schwach, sollte man besser das Wlan nutzen.

Der Vorteil von W-LAN ist natürlich, dass es schneller geht und dass keine Volumen-Einschränkungen bestehen. Andererseits: Wenn W-Lan zwar aktiv ist, jedoch nicht mit einem Heimnetzwerk verbunden ist, wird hierbei auch niemals die gesamte Energie beansprucht wie bei einer aktiven Verbindung. Dennoch ist die „WLAN-Karte“ aktiv und scannt sozusagen permanent die Umgebung nach Netzwerken ab. Ich habe WLAN nur aktiviert, wenn ich daheim bin.

Wifi Stromverbrauch reduzieren

Zumindest bei meinem Huawei-Handy gibt es in den Einstellungen eine WLAN Stromspar-Option. Man gelangt hierzu im Menü unter Einstellungen ⇒ WLAN ⇒ Menü-Symbol unten rechts ⇒ Erweitert. Dort kann man zum einen Anwählen, ob der WLAN-Betrieb auch im Standby-Modus (Bildschirm aus) aktiv sein soll, was einen gehörigen Schub an Ersparnis bringen sollte. Zum anderen gibt es hier den Menüpunkt „WLAN-Optimierung“ mit der Beschreibung „Akkuverbrauch bei aktiviertem WLAN minimieren. Beide Optionen sind bei mir aktiviert. So ist die eingebaute W-LAN-Karte meines Huawei-Smartphones nie aktiviert, solange der Bildschirm aus ist und weiterhin wird der Akkuverbrauch generell reduziert. Jedoch weiß ich nicht, inwiefern dies genau geschieht. Nachteile kann ich keine ausmachen.

Den Fingerabdrucksensor zum Entsperren deaktivieren

Viele Smartphones besitzen den praktischen Fingerabdrucksensor. Bei meine neuen Handy nutze ich ihn, wenn ich z. B. passwortgeschützte Apps (Passwortmanager) starten möchte. Ich nutze diesen Sensor jedoch nicht, um das Handy generell freizuschalten. Warum? Ist es im Standby-Betrieb, müsste der Fingerabdruck-Sensor doch permanent mit Strom versorgt werden. Nur so kann er doch auf einen plötzlich aufgelegten Finger reagieren.

Stets aktive („lauschende“) Sensoren verbrauchen Strom.

Klar: Diese Art der Freischaltung ist sehr bequem. Ich verzichte aber darauf, wenn ich die vorhandene Akku-Kapazität möglichst voll und lange ausschöpfen möchte. Das Entsperren via Finger lässt sich in den Systemeinstellungen (unter „Sicherheit“) deaktivieren und somit sollte der Sensor selbst (hoffentlich) während des Standby-Betriebes technisch deaktiviert sein.

Den Ortungsdienst bzw. den Standortdienst deaktivieren

Android überprüft alle 60 Sekunden (auch im Standby-Modus!) wo Sie sich gerade befinden. Hierzu werden im System von Android sogenannte „Wakelocks“ aktiviert. Diese verursachen natürlich einen nicht ganz unerheblichen Stromverbrauch. Zumindest diese Standort-Wakelocks können Sie deaktivieren, wenn Sie in den Einstellungen unter „Datenschutz & Sicherheit“ auf „Standortdienste“ tippen. Wenn Sie hier „Auf meinen Standort zugreifen“ deaktivieren, weiß keine App mehr, wo Sie sind. Der Vorteil hierbei jedoch: Es wird weit weniger Strom verbraucht bzw. der Akkuverbrauch reduziert.

Es gibt hierbei aber noch eine Mittellösung: Sie können die Frequenz der Standortabfrage von 60 Sekunden auf z. B 4 Minuten erhöhen. Hierzu müssen Sie ihr Handy jedoch rooten. Etwas weiter unten in diesem Artikel erkläre ich hierzu genaueres.

Akkuverbrauch bei der Datenverbindung reduzieren: auf 2G umschalten

Doch auch bei der Datenverbindung per SIM-Karte kann Strom gespart werden. Hierzu kann man bei jeder Android-Distribution auswählen, dass lediglich das langsamere 2G-Netzwerk genutzt werden soll. Dies reduziert den Stromverbrauch merklich. Jedoch wird das Netz nun auch langsamer! Das ist klar. Mir ist der 2G-Modus meist zu langsam. Insbesondere beim Aufruf von (aufwendigen) Internetseiten reißt mir da schon schnell der Geduldsfaden. Hier beißt sich die Katze auch in den Schwanz: Den Energieverbrauch, den ich durch aktivieren von 2G einsparen möchte, muss ich vielleicht durch längere Wartezeiten wieder hergeben. Ich deaktiviere 3G oder LTE also nur, wenn es wirklich kritisch ist mit dem Akku und ich in absehbarer Zeit keine Möglichkeit zum Laden haben werde.

Bei Huawei kommt man zu der 2G-Einstellung unter Einstellungen ⇒ Mobilfunknetze ⇒ „Nur 2G-Netzwerke“. Bei anderen Smartphones wird dies ein ähnlicher Weg sein.

Edit: Mittlerweile habe ich die Geschichte perfektioniert. Ich nutze ein kleines Programm, welches das batterieschonende 2G aktiviert lässt. Ist jedoch a) der Bildschirm an und b) keine W-LAN-Verbindung aktiv wird 4G / LTE aktiviert – aber nur dann. Wird der Bildschirm wieder ausgeschaltet, dann wird nach einer bestimmten Zeit wieder automatisch auf 2G umgeschaltet.

*

Google Chrome als Browser nutzen

Nach mehreren Tests ist war mir der Browser „Chrome“ von Google am liebsten. Unter anderem, weil sich durch ihn tatsächlich Strom sparen lässt! Wie soll das gehen? Chrome bietet die Option der „Datenreduzierung“. Dies funktioniert folgendermaßen: Jede Website, die man aufruft, wird über einen Google-Server umgeleitet und dort entschlackt. Dies betrifft vornehmlich große Grafiken, welche wesentlich mehr komprimiert werden: Kompression ⇒ schnellerer Datentransfer ⇒ weniger Ladezeit ⇒ Strom sparen!

Komrimieren bei Google Chrome

Den Komprimierungsmodus von Chrome kann man unter folgenden Punkten einstellen: Menü Einstellungen ⇒ Datenkomprimierung. Bei meinem Surfverhalten wurde immerhin 15% des Traffics eingespart, was letztendlich auch eine Energieeinsparung meinerseits bedeutete, denn das Telefon hatte ja nun weniger Arbeit zu leisten, um die Inhalte darstellen zu können.

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Diese ultradünne Powerbank passt sogar in die Brieftasche und kann somit als Notakku immer dabei sein. Sie basiert auf einen flachen Kern und eben nicht auf dicke Zellen und ersetzt den (nicht mehr wechselbaren) Akku.

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Weiterhin ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels angekündigt, dass es in einer zukünftigen Version von Chrome für Android möglich sein soll, Bilder zunächst ganz zu blocken bzw. erst bei Bedarf vom Server zu laden. Sie werden dann sicherlich zunächst mit einem Platzhalter versehen. Diese Option halte ich für sehr interessant und sie sollte den Stromverbrauch weiterhin deutlich senken. Da ich mobil oft in Foren stöbere und Nachrichten lese, sind mir hier Bilder primär nicht so wichtig.

Hinweis: Meines Wissens nach besitzt auch der „Opera Mini“ Browser diese Funktion, wuchtige Internetinhalte auf einem Server zwischen zu speichern, zu komprimieren und dann an den „User“ auszuliefern. Mit Opera habe ich jedoch keine Erfahrung.

Hinweis #2: Dieser Artikel ist schon ein paar Jährchen alt. Will sagen: Mittlerweile lege ich viel Wert darauf, eben möglichst keine Google-Dienste auf dem Handy zu nutzen (Artikel → Tschüss Google). Ich nutze nunmehr den Firefox-Browser mit einige Addons, die das Laden von großen Bildern und Scripten erst bei Bestätigung erlauben. So gelingt der Seitenaufbau ebenfalls spürbar rasch. Aber ich übermittle nicht, was ich mir alles so ansehe bzw. welche Seiten ich alle so besuche.

LED Bluetooth Birne
Bei meiner Bluetooth-Birne stelle ich die Verbindung nur zum Regeln der Farbe / Helligkeit her. Danach schalte ich diesen Kanal wieder aus, um Strom zu sparen.

Bluetooth deaktivieren

Einen weiteren Punkt bildet das Bluetooth-Symbol im oben benannten Widget ab. Auch dies sollte man nur aktiviert haben, wenn man Bluetooth wirklich benötigt. Ich habe es fast immer deaktiviert. Was viele nicht wissen: Das Bluetooth-Modul wird auch zur Ortung genutzt bzw. von vielen Anwendungen beansprucht, ohne dass es angezeigt wird.

GPS

Das Selbe gilt für GPS. Dies ist die Satelliten-Verbindung. Ich nutze diesen Service fast nur, wenn ich Osmand (ein Karten- bzw. Navigationsprogramm) nutze. Ansonsten ist GPS – aus.

Sie müssen wissen, dass auch viele andere Anwendungen das Statellitenmodul in ihrem Smartphone nutzen: zur Ortung. So beansprucht Google Chrome dieses, um ihnen Orts-relevante Werbung anzeigen zu können. Dies alles kostet Strom. Und Chrome ist bei weiten nicht die einzige App, die GPS benutzt, obwohl dies primär gar nicht von Nöten ist.

Die Aktualisierung ausschalten

Android möchte sich ständig selbst aktualisieren. Sinnvoll ist hier zum Beispiel der Kalender (den ich als Widget auf dem Home Screen habe, wie man oben sieht). Vieles ist meiner Meinung nach aber gar nicht so dringend, dass es automatisch aktualisiert werden muss. So schaue ich ab und zu in meine E-Mail-App hinein. Doch jene aktualisiere ich im Programm selbst manuell. Ich benötige keine zeitgleichen Benachrichtigungen. Das macht einen doch verrückt! Daher habe ich die Auto-Aktualisierung auch fast immer abgeschaltet. Auch dies spart Strom!

Google Play Auto-Update ausschalten

In diesen Zusammenhang fällt auch die automatische Aktualisierung von Google Play. Jenes möchte die installierten Android-Apps permanent aktuell halten und schaut bisweilen, ob es Aktualisierungen gibt. Kostet Strom! Ich schaue ab und zu mal im Monat nach, ob es Updates zu meinen Apps gibt. Das reicht. Und nebenbei: Nicht immer ist eine Aktualisierung wirklich sinnvoll, wie man es jüngst am (einst) schönen ES-Explorer feststellen musste.

Synchronisierung von Diensten konfigurieren

Es gibt diverse Dinge, die das Smartphone synchronisiert wissen möchte. So sollte man auch in den Einstellungen gewisser Apps nachschauen, ob diese eventuell nach neuen Versionen schauen oder ähnliches. Dies kann man oftmals abwählen, sofern man diese Funktion nicht unbedingt benötigt. Der Sinn dahinter ist natürlich, die Prozessoraktivität des Telephones möglichst gering zu halten, um Batteriestrom zu sparen.

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Insbesondere synchronisiert das Android-Smartphone die Google-Dienste, sofern man sein Handy mit einem Google-Account verbunden hat. Unter „Einstellungen ⇒ Konten ⇒ Google ⇒ Synchronisierung“ kann man sehen, welche Dienste synchronisiert werden. Hier kann man auch Dinge abschalten! Ich benötige zum Beispiel keine „Google Fit“ Synchronisierung. Meinen Kalender jedoch möchte ich unbedingt abgeglichen haben, denn ich habe auch einen Desktop-Kalender auf meinem Laptop, den ich synchron mit dem im Smartphone halte (nämlich über den Google-Server). Das selbe gilt für die Kontakte. All das, wofür man keinen Abgleich benötigt, kann deaktiviert werden und ein weiteres Quäntchen Strom kann gespart werden.

Nutzt man jedoch generell das Stromspar-Widget wie ich, was im Bild ganz oben zu sehen ist, so kann man die Synchronisierung auch global (de-) aktivieren bzw. vielleicht nur einmal am Tag anschalten.

Den Bildschirm möglichst dunkel halten

Wir sind verwöhnt. Grell leuchtet das Smartphone-Display. Wenn ich an einem gar schönen und sonnigen Juninachmittag das Handy nutzen möchte, dann muss dessen Display auch ausreichend hell leuchten. Das ist klar. Doch bei mir daheime im schattigen Zimmer ist dies nicht nötig. Auch wenn ich z. B. im Zug unterwegs bin benötige ich nur ein eher schwach leuchtendes Display. Je dunkler der Smartphone-Monitor, desto mehr Strom kann gespart werden. Ich nutzte früher primär die Auto-Funktion der Helligkeitsregelung. Bei meinem Huawei kann ich diese auch noch etwas regulieren bzw. anpassen. Wenn ich in wirklich schattigen Gegenden unterwegs bin, im Wald beispielsweise, dann schalte ich die Leistung des Displays manuell ganz auf Null runter, sehe noch genügend und kann mich an einer wesentlich längerer Akku-Laufzeit erfreuen. Denn eine manuelle Helligkeitsregelung hat den Vorteil, dass kein Sensor aktiv sein muss, der permanent die Stärke des Umgebungslichtes misst.

Den Nachtmodus nutzen oder dunkle Themes

Dieser Tipp ist nur für bestimmte Apps relevant: Bei einigen Apps (z. B. beim Dolphin-Browser oder Kiwix [ein Wikipedia-Offline-Programm]) kann man in den Einstellungen entweder eine helle oder eine dunkle Oberfläche wählen. Ich kann es nicht garantieren, doch denke ich, dass die dunkle Programmoberfläche weniger Strom verbrauchen wird als eine helle. Denn hierbei wird ja das Display viel weniger leuchten bzw. es gibt mehr dunkle als helle Partien. Edit: Ich glaube, dies ergibt nur Sinn, wenn man ein Smartphone mit einem „AMOLED-Display“ besitzt. Denn bei einem normalen LC-Display (LCD) wird permanent eine Leuchtfläche hinter dem Display leuchten, egal ob die Pixel davor auf dunkel oder hell geschaltet sind. Mittlerweile habe ich sogar solch ein Handy mit AMOLED-Display:

Bei einem AMOLED-Display Pixel deaktivieren und Energie sparen

Einige Smartphones besitzen ein sogenanntes „OLED-Display“ oder „AMOLED“ genannt. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen LC-Bildschirm (LCD) können die Pixel hier selbst leuchten (Es gibt keine einheitliche „Hintergrundleuchtfläche“). Das bedeutet, dass man jene Pixel (zumindest einige davon) gänzlich ausschalten kann. Damit lässt sich Strom sparen:

ein normaler Bildschirm mit allen Pixeln

Bei dem obigen Foto sehen Sie das Display in der Standard-Einstellung. Alle Pixel sind aktiviert (und alle verbrauchen Strom).

teilweise ausgeschaltete Pixel am Amoled-Display

Jetzt schauen Sie sich dieses Bild an: Deutlich sind hier in der Nahansicht viele schwarze Punkte sichtbar. Diese „Löcher“ sind einfach deaktivierte Pixel. Sie leuchten nicht mehr und sparen somit Energie! Der Akku wird so viel länger halten. Dennoch ist die Website vollständig lesbar – trotz Reduzierung vieler aktiver Pixel.

Ich nutze diesen Modus an meinem neuen Samsung-Handy mit AMOLED-Display im Notfall, wenn ich nur noch wenig „Akku habe“. Er lässt sich praktischerweise leicht aktivieren:

Aktivieren des Stromsparmodus

Hier sehen Sie mein Schnellstarter-Menü. Die Funktion „Enable mesh“ aktiviert den Stromsparmodus bzw. das Deaktivieren der Hälfte aller Bildschirmpixel. Folglich sollte dieser nun nur noch die Hälfte an Strom verbrauchen.

Diese Funktion hat Samsung allerdings nicht original im Betriebssystem implementiert. Ich habe mir hierzu einfach eine App installiert, mittels welcher man viele Pixel bei einem OLED-Display (AMOLED) ausschalten kann:

App um Pixel beim OLED-Display zu deaktivieren

Ich nutze hier die kostenlose App Pixel Battery Saver. Hier kann man verschiedene Muster auswählen (heller, dunkler). Außerdem kann man offenbar auch eigene Bereiche („meshes“) festlegen, wo die Pixel deaktiviert werden sollen (z. B. im oberen Bildschirmbereich, jedoch nicht in der Mitte). Aber dies funktioniert bei mir nicht. Vermutlich geht dies nur in der „Pro-Version“. Mir reicht hier ein einheitliches Abschalten der Pixel als „Turbo-Stromsparmodus“.

Root-Rechte sind hierfür übrigens nicht notwendig. Die App sollte mit jedem Smartphone funktionieren, welches eines der neueren AMOLED-Displays besitzt (Samsung hat dies häufig, auch Motorola).

Praktisch: Bei dieser App kann man bestimmte Anwendungen in eine „Blacklist“ eintragen. Das bedeutet, dass die Pixel nicht reduziert werden, wenn sie laufen. Sind sie im Hintergrund, wird die Pixelanzahl auf dem Amoled-Display wieder reduziert. Dies ergibt z. B. beim Browser Sinn, wenn einen die dann reduzierte Auflösung zum Lesen und Betrachten von Bildern doch etwas stört.

Ich habe mittlerweile auch einen eigenen Artikel über die wunderbaren OLED-Bildschirme geschrieben. Hier hatte ich auch die tatsächliche Energieersparnis (und diese besteht durchaus) getestet.

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Automatische Helligkeit deaktivieren

Noch etwas zum Bildschirm (dem Stromfresser schlechthin): Eine eigentlich clevere Vorrichtung ist das automatische Anpassen der Helligkeit an die Umgebungdhelligkeit. Aber: Hierfür muss ein Sensor (ein „Wächter“) permanent aktiv sein, um das Umgebungslicht (bzw. dessen Helligkeit) zu messen und zu berechnen. Er verbraucht Strom. Ich steuere die Helligkeit des Displays mittlerweile meist manuell mittels dem Schieberegler. Ein Dienst weniger, der mir dies abnehmen kann – aber eben auch zusätzliche Energie verbraucht.

Hintergrunddienste vermeiden

Ich nutze einen permanenten Hintergrunddienst: Die App Applock Schützen. Durch dieses Programm versehe ich sensible Apps (z. B. Whatsapp) mit einem Passwort, damit hier niemand Unfug treiben kann, wenn mir das Smartphone einmal gestohlen wird. Denn natürlich würde man mich zur Herausgabe des Eingabecodes für den Sperrbildschirm zwingen, wenn man mir nächtens das Smartphone galant abnimmt. Dem muss vorgebeugt werden. Man muss sich hierbei aber immer bewusst sein, dass solche Hintergrund-Programme Strom fressen! Daher setze ich von diesen Apps so wenig wie möglich ein und eigentlich nur diese eine. Alles, was permanent im Hintergrund läuft und überwacht beansprucht Strom.

Display automatisch drehen

Oftmals sehr sinnvoll ist das automatische Drehen des Bildschirms von Hochformat (Portrait) zum Querformat (Landschaft). Doch hierzu ist ein Hintergrundprozess notwendig, der permanent die Lage des Smartphones überwacht! Dieser beansprucht natürlich Strom! Wenn mein Akku nur noch wenig Ladung hat, habe ich das automatische Drehen deaktiviert.

DTS-Effekte

Ein solcher Hintergrunddienst bilden Soundeffekte, die die rudimentären Smartphone-Lautsprecher etwas besser klingen lassen. Ich habe sie deaktiviert, in der Hoffnung, dass ich damit ein Quäntchen Strom sparen kann.

Bewegungssteuerung / Bildschirm bei Tippen aktivieren

Huawei bietet in den Einstellungen die Option an, dass man das Smartphone-Display mittels Tippen aktivieren kann (zusätzlich zum Power-Schalter). Dies ist eine sehr bequeme Art, das Smartphone zu aktivieren. Weiterhin lassen sich in den Einstellungen auch andere Gesten festlegen wie „Schütteln“, „Spiegeln“ und dergleichen. Doch auch hierzu muss ständig ein Hintergrunddienst laufen. Ich habe diese Gesten bzw. den Hintergrunddienst deaktiviert.

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Aktive Widgets

Sie haben Widgets auf dem Home Screen, die automatisch gewisse Dinge anzeigen wie das Wetter? Dies kostet alles Strom! Sicher: Viel ist dies nicht, doch um die maximale Batterieleistung des Handys auszureizen, sollte man solche Prozesse beenden. Ich nutze lediglich ein Kalender-Widget. Ansonsten halte ich jegliche dieser automatischen Hintergrundprozesse sehr reduziert.

Das Always-On-Display deaktivieren (es verbraucht freilich Strom)

Oben hatte ich ja schon etwas zu den Handys mit einem „OLED-Display“ geschrieben. Ein weiterer Vorteil eines solchen ist das „Always-On-Display“ (zu Deutsch: Immer aktiv Bildschirm): Dadurch, dass hier nur die Pixel Strom verbrauchen, die auch tatsächlich hell erscheinen, ist es möglich, ein permanent leuchtendes Display aktiv zu halten – mit minimalem Stromverbrauch:

ein Always-On-Display eines Handy

Bei meinem Samsung Galaxy Handy können also permanent die Uhrzeit oder Benachrichtigungen angezeigt werden. Und dadurch, dass der größte Teil des Displays schwarz ist, wird hierbei auch nur sehr wenig Energie verbraucht. Doch Kleinvieh macht eben auch Mist: Bin ich längere Zeit unterwegs und kann das Smartphone nicht aufladen, deaktiviere ich das Always-On-Display. Dies geht bei Samsung bequem über die Schnellaktionen-Übersicht (oberen Bildschirm herunter ziehen).

Stromspar Apps

Es gibt diverse Apps zum Stromsparen. Die meisten tun folgendes: Sie killen jegliche Prozesse, die man im Moment nicht benötigt. Klingt eigentlich ganz gut. Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass Android selbst eine Art Einfriermodus besitzt. Das heißt, dass gewisse Apps im Hintergrund, die derzeit keine Reaktion beanspruchen, fest schlafen. Sie verbrauchen keinen Strom. Erst, wenn man sie (wieder) anwählt, werden sie aufwachen.

Beendet man diese Prozesse jedoch radikal und startet sie später neu, beansprucht dieser Neustart sicherlich gehörig mehr Energie als das Schlafenlassen im Ruhestand!

Ich würde daher diese Art von Stromsparen-Apps nicht empfehlen. Das Beenden aller Prozesse im Hintergrund bringt nur selten einen Vorteil. Im Gegenteil: Beim späteren Neustart von Null wird oftmals mehr Energie verbraucht.

Dann gibt es aber Programme, die sozusagen eine Art Halbschlaf inne haben. Whatsapp zählt dazu: Einige Funktionen bleiben noch im Ruhestand aktiv und kontrollieren permanent, ob neue Nachrichten eintreffen. Das kostet klar Energie! Ich möchte selbst meine Ruhe haben und schaue nur ab und zu in WhattsApp hinein. Daher kann jenes ruhig in den Tiefschlaf geschickt werden und dies geht mit der App Greenify.

Bei Greenify kann man auswählen, welche Programme in den „Tiefschlaf“ geschickt werden können und welche nicht. Sie werden jedoch keinesfalls „hart“ beendet. Sie werden nur rabiat eingefroren. Das Aufwachenlassen kostet weniger Energie als ein Kaltstart.

Überhaupt nötig?

Bevor Sie solche Stromspar-Apps ausprobieren, sollten Sie einmal testen, ob diese bei Ihrer Konfiguration überhaupt nötig sind: Bevor Sie zu Bett gehen, merken Sie sich den Akkustand und schauen am nächsten Tag nach ca. sieben Stunden Schlaf (der Ihres Handys) wieder nach. Sind hier lediglich 2% Akkuladung verloren gegangen, würde ich von eher tiefgreifenden Systemanwendungen absehen, da solch eine Entladung noch völlig normal ist.

Systemprozesse mit Greenify einfrieren

Mit Greenify ist es weiterhin auch möglich, Systemprozesse einzufrieren, die nicht benötigt werden. Dies ist allerdings nur mit der Pro-Version sowie mit einem „gerooteten“ Handy voll möglich. Mein Smartphone ist gerootet und ich habe auch die Pro-Version von Greenify. Hier muss man dann allerdings vorsichtig sein, was eingefroren werden soll. Aus Versehen hatte ich mir z. B. mal den Kompass in den Stand By Modus geschickt und dachte schon, das Smartphone sei kaputt. Hier muss man also testen, was geht und was man besser sein lassen sollte.

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3G und LTE automatisch auf GSM setzen, wenn der Bildschirm aus ist

Etwas weiter oben hatte ich bereits erklärt, dass man Strom sparen kann, wenn man in den Einstellungen des Handys „3G“ oder gar „LTE“ deaktiviert. Man sendet und empfängt dann einfach auf dem älteren GSM-Standard. Zum Telefonieren reicht dieser völlig aus, für eine Datenverbindung jedoch nicht. Da fließen die Bits und Bytes einfach zu langsam.
Was jedoch viel Sinn ergibt, ist das Deaktivieren dieses schnellen (und stromfressenden) LTE- oder UMTS-Betriebes, nur wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist! Denn hierbei ist bei den meisten keine schnelle Internetverbindung nötig! Sie werden so über Nacht schon viel Energie sparen.

Sie benötigen hierzu die App „Smart Network„. Allerdings benötigen Sie hierzu ein Smartphone, welches gerootet ist! Das bedeutet, dass Sie auf dem Androidsystem absolute Administratorrechte besitzen müssen. Diese werden Sie normalerweise nicht haben. Solche tief in das System eingreifende Apps benötigen aber einen solchen Zugriff. Weiterhin benötigen Sie für „Smart Network“ eine Grundapp: das Xposed Framework. Erst wenn diese Schnittstelle auf einem gerooteten Handy installiert ist, können Sie „Smart Network“ nutzen.

Im Moment experimentiere ich mit einer etwas einfacheren Lösung: Mit der App „MacroDroid“. Bei ihr erstellt man sich sogenannte „Macros“, die insbesondere zum Batteriesparen sehr sinnvoll sind. Ein solches Macro wäre: Wenn bestimmte Apps gestartet werden dann aktiviere 3G. Wenn bestimmte Apss beendet werden dann schalte auf 2G um. Es wird hier also immer eine bestimmte Aktion automatisch gestartet, wenn eine bestimmte Voraussetzung gegeben ist. Beides kann man frei wählen. Wenn das Handy root hat, dann kann man noch viel mehr machen – insbesondere, was das Akku sparen anbelangt. Eine weitere, noch bekanntere App hierzu ist „Tasker„. Aber ich empfinde MacroDroid als bedienerfreundlicher.

Was ich auf jeden Fall schon geschafft habe, ist das automatische aktivieren bzw. deaktivieren von GPS, wenn bestimmte Apps gestartet / beendet werden (Dies geht aber nur bei einem Smartphone mit root).

Das Smartphone schlafen lassen: Wakelocks minimieren

Dieser Tipp zum Akkusparen erfordert zunächst ebenfalls

  1. ein gerootetes Smartphone und
  2. das installierte Xposed-Framework

Ist beides bei Ihrem Handy der Fall, dann können Sie noch mehr Energie sparen, indem Sie das Telefon im Standby-Modus (z. B. nachts) einfach unterweisen – so wie Sie hoffentlich – tief schlafen zu können. Sie sollten wissen, dass Ihr Handy ständig aufwacht! Es findet sozusagen keine REM-Phase (Tiefschlafphase). Insbesondere der Dienst „Standortbestimmung“ weckt das Handy alle 60 Sekunden, um zu schauen, wo es sich genau befindet. Dies kann man zwar permanent unterbinden. Raffinierter ist es jedoch, wenn man diesen Dienst (und ähnliche) etwas in die Schranken weist, damit sie nicht zu eifrig sind.

Dies ist realisierbar durch das Xposed-Modul „Amplify„. Ich habe den Standortdienst von Android damit auf vier Minuten eingestellt. Somit spare ich damit bereits 1/4 der Energie ein, welcher dieser für sich verbraucht.

Mit diesen beiden Xposed-Modulen ist es also tatsächlich realisierbar, dass Sie abends z. B. 85% Akku-Kapazität besitzen und am nächsten Morgen immer noch! Jedoch müssen Sie hierzu Ihr Handy rooten* (und verlieren damit die Garantie).

*Der Vorgang des Rootens ist nicht universal beschreibbar. Geben Sie in eine Internetsuchmaschine ihr Handymodell ein plus den Zusatz „Root“.

Dual-Sim-Handys: Nur eine Karte nutzen

Wenn Sie ein Dual-Sim-Smartphone besitzen, können Sie Strom sparen, wenn Sie nur eine einzige der beiden eingesetzten Sim-Karten beanspruchen (müssen).
Ich selbst besitze so ein Smartphone, in welches man zwei Karten gleichzeitig einsetzen kann. Die zweite Karte ist hier jedoch meine Ersatzkarte mit immerhin  100 MB kostenlosem Datenverbrauch (Netzclub). Diese zweite SIM aktiviere ich nur, wenn das Volumen der ersten Karte aufgebraucht ist. Ansonsten ist der zweite Kartenslot tot. Folglich wird hierbei auch keine Energie verbraucht.

Ein externer Akku

Wenn alles nichts hilft und der Akku des Smartphones bald leer sein wird, hilft nur ein externer Zweitakku (oder natürlich eine Steckdose). Ich besitze zwei dieser Zusatzakkus und nehme sie immer dann mit, wenn ich weiß, dass ich alsbald nicht an einer Stecksdose verweilen kann.

ein Zusatzakku

So ein externer Akku gibt meinem Smartphone noch einmal mindestens zweimal so viel Energie wie der eingebaute. Wenn Sie dies interessiert, wagen Sie einmal einen Blick in meinen Artikel Zusatzakku für das Smartphone.

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Fazit

Selbst in der Summe aller Energiespar-Tipps werden Sie vielleicht nur eine geringe Ersparnis feststellen können. Oder aber sie werden staunen, wie lange das Smartphone nun durchhalten kann. Es kommt ganz auf das Gerät drauf an und auf die Art, wie Sie vorher damit umgegangen sind. Ein guter Wert ist immer ein ganzer Tag. Hier kommt es jedoch natürlich auch darauf an, wie man das Smartphone nutzt. Würde man es allein nur zum Telefonieren beanspruchen, müsste man es mehrere Tage lang nicht laden. Durch kluges Aktivieren bzw. Deaktivieren gewisser Funktionen ist es jedoch durchaus möglich, die Laufzeit des Handys merklich zu verlängern. Zu den Standard-Stromfressern wie WLAN oder Bluetooth gesellen sich auch die vielen kleinen (Dienste), die je nach Summe jedoch nicht minder Strom verbrauchen. Beim Kauf eines Smartphones achte ich jedenfalls immer auch auf die Kapazität des Akkus. Mir ist ein großer Akku lieber als ein kompaktes Smartphone. Gleichfalls besitzen aber große Handys naturgemäß große Bildschirme und je größer ein solcher ist, desto mehr Strom wird verbraucht. Hier ist sicherlich ein Kompromiss zwischen beidem der beste Weg.

Artikeldatum: 12.12.2015 / letzte Änderung: 4. November 2019

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3 Anmerkungen

Hinweis: Auch wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus ein Freund des Du und freue mich über Kommentare.

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